[Rezension] Wovon wir einen Ohrwurm bekommen


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Über das Buch:

Autor: Katja Berlin

Verlag: Heyne

Genre: Humor

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

Seiten: 208

Inhalt:

Was tun wir, wenn wir unter der Dusche stehen? An welchen Wochentagen werden wir krank? Warum kaufen wir uns ein Fitness-Armband? Was machen wir, wenn der Stift nicht mehr schreibt? Und woran erkennt man Hundebesitzer? Der Graphitti-Blog präsentiert witzige Grafiken, die das alltägliche Leben, vor allem aber gefühltes Wissen abbilden – überraschend, kreativ, ungeheuer komisch und unnachahmlich gut!

Meine Meinung:

Es ist, nun ja, ein Buch voller mehr oder minder lustigen Grafiken. Einige neue Dinge, andere kommen einem bekannt vor, gerade wenn man den zugehörigen Blog liest. Das Buch eignet sich perfekt als Geschenk und um Langeweile (beispielsweise unterwegs oder auf der Toilette) zu vertreiben. Es ist schön handlich, farbenfroh und eine willkommene Abwechslung zu schwarzer Schrift auf weißem Papier, auch wenn man sich nicht mit allen Grafiken identifizieren kann 🙂

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[Rezension] Dornenspiel


Über das Buch:

Autor: Karen Rose

Verlag: Knaur

Genre: Thriller

Preis: 17€ (Broschiert)

Seiten: 848

Inhalt:

Cincinnati, Ohio: Als Griffin „Decker“ Davenport nach mehreren Tagen aus dem Koma erwacht, wandern seine Gedanken sofort zu seinem letzten Fall. Er hat drei Jahre damit zugebracht, als FBI-Undercover-Agent einen Menschenhändler-Ring auszuheben. Doch er weiß auch, dass ihm das nur teilweise gelungen ist – und dass Kinder in Gefahr sind …
FBI Special Agent Kate Coppola ist entsetzt, als sie von Decker erfahren muss, dass ein Partner des Rings Jugendliche für seinen Online-Sexhandel benutzt. Sie und Decker eröffnen die Jagd auf ihn und werden gleichzeitig zu Gejagten. Denn ihr Gegner beseitigt alle, die ihm in die Quere kommen …

Meine Meinung:

Dornenspiel ist Karen Roses achtzehnter Thriller, und man erkennt ein eindeutiges Muster. Ich bin nicht unbedingt der Fan von Wiederholungen in allen Büchern, ich kann es nicht leiden, wenn alles gleich ist, doch ich muss sagen, dass es mir hierbei vollkommen egal war. Roses Schreibstil zählt definitiv zu einem der Besten, und die Handlungen sind gut durchdacht. Der Leser kann mit dem Geschehen mithalten, sogar eigene Beschlüsse ziehen und Verdächtigungen anstellen. Zwar dauert es anfangs ein bisschen, sich wieder an die Handlung der ersten beiden Teile zu erinnern, da der dritte Teil eine Woche nach Ende des zweitens spielt, doch ist man erst einmal drin, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Immer neue Wendungen sorgen für eine gesunde Spannung und die alten, lieb gewonnenen Charaktere der vorherigen Teile kommen nicht zu kurz. Besonders eingegangen wird auf die mentale Gesundheit der Hauptpersonen und teilweise auch der ‚unbedeutenderen‘ Charaktere oder früheren Hauptprotagonisten, was ich bisher (glaube ich) in einem Karen Rose Thriller sehr vermisst habe. Zum ersten Mal (glaube ich) wird darauf eingegangen, dass die Arbeit als Ermittler härter ist als manch anderer denken mag. Zwar wurde in Dornenkleid und Dornenmädchen bereits die Psyche von Adam kurz beschrieben (soweit ich weiß, wusste der Leser nur, dass er große Probleme hat und in einer Kinderpornografieverbrechensabteilung gearbeitet, sich dann aber eine Auszeit genommen hat), jedoch nicht näher darauf eingegangen. In diesem und vermutlich auch dem nächsten (das, glaube ich, von Adam und Meredith handeln wird) Buch spielt psychische Gesundheit – oder eben Krankheit eine zentrale Rolle, die Hauptperson kann sich beispielsweise ohne etwas in den Händen nicht konzentrieren und diverse Charaktere haben mit den Geschehnissen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die durch diesen speziellen Fall wieder aufgeweckt werden. Auch kleinere Nebenrollen geben hier und da etwas von sich preis, was das Ganze eindeutig interessanter werden lässt.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass der Thriller sehr gut gelungen ist. Ist man erst einmal im Geschehen drinnen, so lässt es sich kaum noch aus der Hand legen.

Windstille.


Hi!

Ich habe absolut keine Ahnung, ob ihr mich noch kennt oder schon vollkommen vergessen habt, aber hey, ich lebe noch.

Es ist unschwer zu erkennen, dass meine Aktivität hier auf ein Minimum geschrumpft ist. Das hat mehrere Gründe, einerseits komme ich in letzter Zeit nicht mehr zu lesen, andererseits habe ich auch nicht wirklich Lust darauf. Es gibt zwar so viele Bücher, die ich unbedingt noch lesen will, aber es fehlt einfach die Motivation, ebenso beim Bloggen. Ich meine, es gibt schon Sachen, über die ich reden möchte, aber ich kann das irgendwie nicht in Sätze packen, egal wie sehr ich es versuche.

Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich vermutlich auch in nächster Zeit nicht viel hochladen werde, und wenn doch, dann wird es wenig mit Büchern zu tun haben, schätze ich. Dazu hätte es diesen Beitrag nicht gebraucht, ich weiß, aber ich dachte, ich lasse mal ein Lebenszeichen da.

Wer weiß, vielleicht fange ich ja demnächst wieder an. Vielleicht.

Lea.

[Rezension] Schatten


Über das Buch:

Autor: Ursula Poznanski

Verlag: Wunderlich

Genre: Thriller

Preis: 15€ (Broschiert)

Seiten: 416

Inhalt:

Eine Entführung. Drei Morde. Und ein Täter aus der Vergangenheit…

Ein Mann, grausam zugerichtet in seiner Wohnung. Eine Hebamme, ertränkt in einem Bach – zwei Fälle, die Beatrice Kaspary als Ermittlerin im Dezernat Leib und Leben der Polizei Salzburg lösen muss. Schnell erkennt Beatrice, dass die beiden Morde zusammenhängen – und dass sie etwas mit ihr zu tun haben müssen. Denn sie kannte beide Toten. Sie konnte sie nicht leiden. Und sie weiß: Wenn sie nicht handelt, wird es weitere Opfer geben…

Meine Meinung:

Ich mag Ursula Poznanski und habe jedes Buch aus dieser Reihe verschlungen, allerdings fällt es mittlerweile stark auf, dass die Handlung sich wiederholt. Die Fälle sind jedes Mal etwas anderes, und gerade diesen fand ich wirklich gut, besonders, da man auf Beatrices Vergangenheit eingeht, aber das Muster ist jedes Mal das gleiche. Mord, Ermittlung, weitere Todesfälle, und am Ende wird sie entführt. Und immer kommt Beatrice mit einem Trauma gerade noch so davon. Man ist sich sicher, dass ihr nichts schlimmeres passiert. Das ist für mich ein sehr großes Minus.
Allerdings, das muss man dem Buch lassen, ist gut geschrieben. Man kann es flüssig und schnell lesen, und die Sprache ist nicht zu kompliziert. Der Täter wird erst am Ende bekannt, allerdings kommen die Ermittler lange vor dem Leser zum richtigen Schluss, da im POV der aktuellen Person nicht alle Details beschrieben werden. Man kann also mitraten, hat aber erst in den letzten paar Seiten Gewissheit. Auch wenn es nicht unbedingt viele Verdächtige gibt.
Was ich sehr gut fand, ist, dass endlich auf Beatrices Vergangenheit eingagangen wurde. Seit dem ersten Buch begleitet uns der Mord, der ihr Leben verändert hat, und endlich wurde er aufgeklärt. Ein weiteres Buch, das von ihren Schuldgefühlen geprägt wird, hätte ich nun wirklich nicht ertragen.

Fazit:

Ein guter Triller mit einigen Schwächen, der in der Lage ist, seine Leser gut zu unterhalten.

 

[Rezension] Murder Park


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Autor: Jonas Winner

Verlag: Heyne

Genre: Thriller

Preis: 12,99€

Seitenzahl: 414

Inhalt:

Willkommen im Murder Park!
Zodiac Island vor der Ostküste der USA ist ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park – eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel geladen. Dann beginnen die Morde. Ein Killer ist auf der Insel…keiner kann dem anderen trauen…die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen…

Die Ermittlerin zeigte auf das makabre Bild, das von einem Beamer an die Tafel geworfen wurde, und begann ihren Vortrag: „Jeffrey Bohner hat seine Opfer krankgespritzt. Es scheint ihn interessiert zu haben, wie das Gewebe auf Säure reagiert. Wir haben relativ gute Kenntnis davon, wie er die Injektionen durchgeführt hat, all das konnte post mortem rekonstruiert werden. Was genau Bohner jedoch dazu gebracht hat, welches Bedürfnis…er damit befriedigen wollte, ist weniger einfach zu beantworten. Offenbar wollte er seine Opfer so lange wie möglich am Rand des Todes halten. Ja, wir meinen, dass er so etwas wie Erregung aus dieser Nähe zum Tod gewonnen hat…dass er praktisch versuchen wollte, den Tod so nah wie möglich heranzuholen…“

Meine Meinung:

An und für sich ist die Idee nichts, sagen wir mal, neues. Eine Gruppe Menschen befindet sich an einem entlegenen Ort und plötzlich verschwindet einer nach dem anderen und wird ermodet. Allerdings handelt es sich in diesem Fall um einen Thriller mit einigen wirklich schockierenden Plottwists, die (meist) völlig unvorhersehbar sind. Und die Hauptperson, Paul Greenblatt, ist ein ziemlich komplizierter Charakter mit einigen Überraschungen, die im Laufe des Buchs ans Licht kommen. Die Story ist also, wie ich finde, wirklich gelungen und ein spanennder Thriller.
Ich glaube, dass mich einzig und allein der Schreibstil nicht überzeugt hat. Ich kann nicht sagen, woran es liegt, aber er war mir einfach nicht mitreißend genug.

Fazit:

Ein empfehlenswerter Thriller an einem unheimlichen Schauplatz!

[Rezension] AchtNacht


AchtNacht

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur

Genre: (Psycho-) Thriller

Preis: 12, 99€

Seiten: 400

Inhalt:

Es ist der 8.8., 8 Uhr 08.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8.8. jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte wäre eine AchtNacht lang vogelfrei, geächtet. Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten – und würde mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel.
Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Meiner Meinung nach echt spannender Lesestoff für Thriller-Fans. Die Idee kam Fitzek, als er mit seiner Frau „The Purge“ im Kino anschaute, wo es den Menschen in den USA an einem Tag im Jahr straffrei erlaubt ist, andere zu töten, damit die Nation an allen anderen Tagen in Frieden leben kann. Fitzek aber hat die Idee abgewandelt – in seinem Buch heißt es nicht „alle gegen alle“, sondern „alle gegen einen“.
Im Buch begleitet man die Hauptperson, Benjamin Rühmann, auf einer rasanten Flucht, im Laufe derer er sich nicht nur vor blutdurstigen Massen behaupten, sondern auch seine körperlich behinderte Tochter retten muss.
Wie es für einen Fitzek-Thriller üblich ist, gibt es einige gleichermaßen erschreckende wie überraschende Wendepunkte, die alles auf den Kopf stellen und die Abgründe der menschlichen Bösartigkeit – sofern sie ans Tageslicht kommt – beleuchten.
Benjamin Rühmann ist kein Held, im Gegenteil, er ist ein Versager, der in seinem Leben zahlreiche falsche Entscheidungen getroffen hat, aber letztlich ein liebender Vater und eine liebenswürdige Person ist. Das ist es, was ich an Fitzeks Büchern liebe. Dass er die Menschen beschreibt, wie sie tatsächlich sind – schwache Wesen, die gute und schlechte Entscheidungen treffen.

Fazit:

Für Psychothriller-Fans mit Sicherheit lesenswert. Vor allem, wenn man auf die altbekannten Verfolgungsgeschichten steht, in denen die Personen vor bestimmten Menschen flüchten müssen. Ein bisschen á la Dan Brown, nur ohne den geschichtlichen Hintergrund.
Liest sich schnell und flüssig.

Tote Mädchen lügen nicht – die Serie


 

Hallo!

Ich habe mal vor einiger Zeit in einem anderen Beitrag erwähnt, dass es eine Serie zu dem Buch ‚Tote Mädchen lügen nicht‘ beziehungsweise ’13 Reasons why‘ gibt. Tja, nachdem ich allem Anschein nach mit meinem Leben momentan nichts besseres anzufangen weiß als mir das ganze Wochenende lang dreizehn Folgen einer Serie anzugucken, habe ich die letzten drei Tage genutzt und – welch Überraschung –  alle Folgen geguckt.

Das liegt nicht daran, dass ich sie unfassbar gut fand. Eine klassische Klischee – Teenie – Serie. Allerdings gut produziert, eine wirklich gute Geschichte und vor allem ein ernstes Thema. Ich mag sie. Aber als überragend würde ich sie nicht bezeichnen.

Wer weder das Buch gelesen, noch die Serie gesehen hat, sollte wissen, dass es darum geht, dass eine Schülerin, die zuvor Selbstmord begangen hat, 7 Kassetten mit 13 Gründen hinterlassen hat, wieso sie sich das Leben genommen hat. Die Menschen hinter diesen Gründen bekommen sie und sollen alles anhören, um sie anschließend an die nächste Person weiter zu geben. Die Hauptperson, Clay Jensen, bekommt sie eines Tages zugestellt. Er hatte eine enge Bindung zu Hannah und kommt nicht ganz damit klar, dass sie nicht mehr da ist, und noch weniger, ihre Stimme zu hören. Und, na ja, es wird eben erzählt, wie er die Kassetten anhört.

Ich sollte hier vielleicht anmerken, dass ich vor einer gefühlten Ewigkeit das Buch dazu gelesen habe, jedoch bin ich mir zu 99% sicher, dass es nicht so dermaßen dramatisch war. Während man im Buch Clay durch die Nacht folgt und er die Kassetten hört, werden in der Serie auch andere Charaktere gezeigt. Da das Buch nur etwa 280 Seiten hat ist dies eine Maßnahme, um wirklich Material für eine Serie zu haben. Und, na ja, mit einigen Abänderungen kommt sie ganz gut durch. Die Reihenfolge der Personen wurde geändert, außerdem ein Name. Einige Geschichten ebenso, besonders die von Courtney, glaube ich. In den 13 Folgen machen so ziemlich alle Hauptcharaktere eine ziemliche Wandlung durch, besonders, da Clay sie oft mit ihren Kassetten konfrontiert und sich so ein ziemliches Drama aufbaut. Nebenher läuft noch ein Gerichtsprozess, da Hannahs Eltern gegen die Schule klagen. Gegen Ende finden sie einen Zettel mit allen Namen, die auf den Kassetten vorkommen, und jeder dieser Personen bekommt eine Vorladung. Die 13. Folge endet – wenn man es genau nimmt – mit einem winzigen Cliffhanger. Ich sage nicht viel, aber: Waffen. (Aber im Ernst, er ist wirklich klein. Man kann eine weitere Staffel darauf aufbauen und es ist theoretisch auch noch genug Material da, aber ich wäre nicht traurig, wenn das das endgültige Ende wäre.)

Also. Wie gesagt, es gibt einige Unterschiede, und diese führen zu dem riesen Drama, in das die Personen auf den Kassetten verwickelt sind. Es hat mich aber nicht unbedingt gestört, schließlich hätte die Serie sonst kaum Spannung. Die Besetzung ist bis auf eine Ausnahme wirklich gut gewählt. Gerade Justin Prentice (Bryce), Devin Druid (Tyler) und Tommy Dorfman (Ryan) mochte ich sehr. Nur die Schauspielerin von Courtney hat mich ein wenig genervt. Keine Ahnung, ich hab sie mir einfach anders vorgestellt.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Serie gelungen ist. Sie macht das ernste Thema, also Suizid, nicht lächerlich oder verschönert es, genauso wenig wie Verbrechen und dergleichen. Die Schauspieler sind gut gewählt und die Handlung nicht so sehr abgeändert, dass es wirklich stören würde. Vielmehr wurde einfach etwas dazuerfunden, und das ist – normalerweise – nichts schlechtes.

Habt ihr schon einige Folgen gesehen? Erster Eindruck? Und hat ihr das Buch überhaupt gelesen?

Lea 🙂

[Rezension] Der Rat der Neun


 

Der Rat der Neun

Autor: Veronica Roth

Verlag: cbt

Genre: Sci-Fi/Fantasy

Preis: 19, 99 €

Seiten: 595

Inhalt:

In einer Galaxie, regiert vom Hohen Rat der Neun, beherrschen Gewalt und Rache das Leben der Völker. Während die Schicksale weniger Auserwählter die Zukunft aller besiegeln, besitzt jeder Mensch eine individuelle Gabe, die sich im Laufe seines Lebens entwickelt. Es ist eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Die meisten profitieren von diesen Lebensgaben. Doch nicht alle…
Für Cyra, Schwester des tyrannischen Herrschers Ryzek vom Volk der Shotet, ist ihre Gabe nichts als eine Qual. Ihre Lebensgabe ist Schmerz, den sie nicht nur selbst spürt, sondern den sie auch auf andere übertragen kann. Was sie zur wichtigsten und gefährlichsten Waffe ihres Bruders macht.
Auch Akos vom benachbarten friedliebenden Volk hat eine Gabe, die sein Leben noch beeinflussen wird. Genau wie sein älterer Bruder Eijeh. Dessen Lebensgabe ist auch der Grund, warum Ryzek die beiden Brüder gewaltsam entführen lässt, um sie zu versklaven. Als Diener Ryzeks trifft Akos auf Cyra. Die beiden kommen sich näher, doch für Akos zählt nur eins: seinen Bruder aus Ryzeks Händen zu befreien und zu fliehen. Cyra und Akos müssen sich entscheiden: ob sie sich gegenseitig helfen oder zerstören…

Meine Meinung:

Zweifelsohne ein extrem gutes Buch. Veronica Roth hat mit diesem Auftakt eines großartigen Fantasy-Zweiteilers eine völlig neue Galaxie erschaffen. Es gibt keinen Bezug mehr zu der Welt, wie wir sie kennen. Die Geschichte findet auf einem der neun Planeten statt, nämlich Thuvhe, der von einer weiteren Nation, den Shotet, bevölkert wird. Beide Völker möchten die alleinige Herrschaft über ihren Planeten, was unweigerlich zu Spannungen und offensichtlicher Feindseligkeit führt.
Ich finde die Lebensgaben besonders interessant. In keinem Buch habe ich bisher so spezielle Fähigkeiten kennengelernt, beispielsweise die Schatten unter Cyras Haut, die sowohl ihr, als auch den Menschen, die sie berühren, Schmerz zufügen. Die Story ist einzigartig und extrem vielschichtig, ebenso die erwähnten Lebensgaben und Schicksale der auserwählten Familien.
Die Hauptcharaktere sind toll, einfach irgendwie anders, stark aber doch verletzlich. Ich für meinen Teil konnte ihre Entscheidungen verstehen und sogar gutheißen, womit ich bei Fantasy-Büchern
oftmals so manche Probleme habe. Die Veränderungen, die die Figuren durchlaufen sind ebenfalls vollkommen nachvollziehbar.
Das Buch ist sehr packend, mit einer nie langweilig werdenden Handlung, die es wirklich in sich hat. Ich konnte es irgendwann nicht mehr weglegen und es habe an einem einzigen Tag praktisch ganz gelesen.

Fazit:

Für alle Die Bestimmung – Fans mit Sicherheit ein gutes Buch, ebenso für Fantasy/Sci-Fi-Liebhaber. Mit einer spannenden Geschichte und einer fanatastischen neuen Galaxie, die man im Laufe der Story besser kennen und verstehen lernt. Mit vielen überraschenden Wendungen und einer mitreißenden Liebesgeschichte, die so eigentlich nicht zustande kommen dürfte

[Rezension] Schlaflied


Schlaflied

Autor: Cilla & Rolf Börjlind
Verlag: btb
Genre: (Krimi-) Roman
Preis: 15, 00 €
Seiten: 573

Inhalt:

Am Stockholmer Hauptbahnhof herrscht Chaos. Ein Mädchen im Strom der Asylsuchenden schlägt sich ganz alleine durch. Aus Angst vor den Behörden lebt sie mehr schlecht als recht auf den Straßen Stockholms – bis sie auf die Obdachlose Muriel trifft, die sich ihrer annimmt.
Gemeinsam suchen sie Zuflucht in einer einsamen Hütte auf dem Land. Aber ist es in den Wäldern Smålands wirklich sicherer als auf den Straßen von Stockholm?

Zur selben Zeit versucht der frühere Kriminalkomissar – und frühere Obdachlose – Tom Stilton seinen Polizeikollegen zu beweisen, dass er wieder ganz auf der Höhe ist. Er soll dabei helfen, den grausamen Tod eines Jungen aufzuklären, der vergraben im Wald gefunden wurde.
Wenig später bittet ihn Muriel um Hilfe, weil sie ihren Schützling in Gefahr glaubt.
Haben die Fälle etwa miteinander zu tun?
Tom Stilton und Olivia Rönning kommen der Wahrheit nur langsam auf die Spur…

Meine Meinung:

Jup, ein sehr gelungener Krimi, wie ich finde. Er beginnt mit einem ziemlich überraschenden Mord, der drei Monate nach der eigentlichen Handlung stattfindet, aber letztendlich doch sehr verständlich ist. Das ist das tolle an dem Buch – es dauert ein Weilchen hinter all die Machenschaften der ‚Bösen‘ zu kommen, aber wenn es dann soweit ist, bleibt keine Frage unbeantwortet.
Die Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt, die aber alle in irgendeiner Hinsicht zusammenhängen und letztendlich ein zufriedenstellendes Ganzes ergeben.
Was mir überaus gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass das Erzählte so real erscheint. Die Protagonisten sind real, – kämpfen mit ihren Problemen – ebenso die Handlung. Ich kann mir vorstellen, dass die beschriebenen Dinge tatsächlich im wahren Leben so passieren, dass es tatsächlich Menschen gibt, die diese Dinge tun, völlig egal, wie falsch sie sind.
Und über einen Mangel an Spannung kann ich mich auch nicht beklagen.

Fazit:

Für Krimi-Liebhaber, die sich gern mal mit den etwas realeren Problemen unserer Welt beschäftigen, eine sehr gute Wahl.

[Rezension] Weißwurstconnection


Weißwurstconnection

Über das Buch:

Autor: Rita Falk

Verlag: dtv

Genre: Krimi

Preis: 15,90€ (broschiert)

Seiten: 304

Inhalt:

Ein Luxus-Spa-Hotel öffnet seine Pforten, und die Hälfte der Dorfbevölkerung tobt. Als kurz darauf auch noch eine Leiche ausgerechnet in einer Marmorbadewanne dort liegt, muss der Eberhofer freilich wieder ran. Ganz egal, wie geschmeidig es mit der Susi grad läuft. Leider ist der Birkenberger Rudi momentan ein wenig verpeilt – was den Franz vor eine schwere Entscheidung stellt. Bleibt zu hoffen, dass zumindest er den Überblick behält. Oder verrennt er sich dieses Mal tatsächlich ein bisschen?

Meine Meinung:

Das 8. Buch vom Eberhofer…wird es das letzte sein?

Für viele Fans wäre dies ein sehr schmerzlicher Verlust, haben sie sich doch schon so an diesen bayerischen Grantler gewöhnt. Ein Grantler ist er allemal, wann in den 8 Folgen hat er denn mal herzlich gelacht? Unglaublich, dass er trotz seiner rotzigen Art eine liebenswerte Seite hat, die nicht nur die Susi in ihm findet, wenn er diese Seite auch nur allzu gut versteckt. Natürlich spielt auch das Beziehungsgeflecht in Niederkaltenkirchen eine große Rolle. Die Charaktere sind doch recht markant mit großem Wiedererkennungseffekt beschrieben. Dies mag manchen Lesern etwas säuerlich aufstoßen, denn die besonderen Eigenheiten der Protagonisten werden von Rita Falk immer mehr herausgearbeitet- bis hin zur schieren Überzeichnung. So verspricht natürlich auch der Birkenberger Rudi, keinesfalls in die Langeweile abzudriften. Wobei – abtriften tut er schon, halt ins Esoterische. Die bissigen Diskussionen zwischen den beiden sind herrlich und man sieht den Rudi mit dem Eberhofer vor dem inneren Auge zanken (auch dank der hervorragenden schauspielerischen Leistung von Sebastian Bezzel und Simon Schwarz in der Verfilmung). Der Simmerl und der Flötzinger sind nicht weg zu denken (letzterer diesmal etwas einsam, aber wer könnte es der Mary schon verdenken?). Nur der Papa, der macht sich rar dieses Mal, was sehr schade ist, denn mittlerweile hat man ihn und seine Beatles-Eskapaden ins Herz geschlossen. Aber die Oma, die Oma ist schon da. Und sie kocht auch. Für alle Fans von Omas Rezepten: mittlerweile ist ein Kochbuch erschienen: „Knödel-Blues“. Mangelnden Geschäftssinn kann man Rita Falk nicht unterstellen, aber die Rezepte sind bayerisch lecker und der Eberhofer mag’s auch.

Ach so, fast hätte man es vergessen, bei so viel „Umanant“, also Hin- und Her im kleinen Niederkaltenkirchen. Da gibt es ja noch einen Kriminalfall, den Eberhofer mehr oder weniger mit dem Rudi gemeinsam klärt. Hier liegt leider auch eine Schwäche dieses Buches. Der zunächst verzwickt erscheinende Fall mag sich diesmal so gar nicht richtig entwickeln, auch wenn er durchaus ungewöhnlich ist, zumal was das Ende anbelangt, aber es bleibt irgendwie das Gefühl zurück „Wie, das soll es jetzt gewesen sein?“ Die Sehnsucht nach einem spannenden Kriminalfall mit tosendem Finale bleibt dieses Mal weitestgehend unbefriedigt.

Fazit:
Es gibt Menschen, die Bekanntes und Rituale lieben. Gut, wenn etwas vorhersehbar und vertraut ist.
Auch wenn das Granteln und die Beziehungsangst vom Eberhofer manchmal ein Augenrollen hervorrufen: .
Für alle, die sich auf die Stereotypen der Eberhoferreihe freuen, ist das Buch wie immer eine nette Lektüre, die Spaß macht.
Andere stören sich daran, dass es wenig persönliche Entwicklung der Charaktere und wenig Neues bei den Niederkaltenkirchnern gibt.

Es zeichnet sich ab, dass für manche bisherigen Fans der Reihe hier der Ausstieg ist.
Die treuen Anhänger dürfen gespannt sein ob und wie es nach diesem Ende in Niederkaltenkirchen weiter geht.
Dabei bleibt Rita Falk zu wünschen, dass sie sich Zeit nimmt und nicht wie am Fließband weiter produziert

Ich persönlich freue mich schon sehr auf den nächsten Eberhofer, bin ob dem Cliffhänger auch sehr gespannt, warte aber lieber etwas länger zugunsten einer hoffentlich wirklich guten und spannenden Geschichte.