rotblau


1975.
Ich überstrich das Rot, das hässliche, schmutzige rot, welches zu viele Erinnerungen hatte. Ich überstrich das Rot und malte blau drüber.
Helles blau, reines blau.
Farbe klackste auf den Boden. Ein paar Spritzer waren schon in meinem Gesicht.
Sie sahen aus wie Sommersprossen, nur sie waren blau. Hellblau.

Passte blau überhaupt zu mir? Ferne, Liebe, Unendlichkeit.
Waren das meine Attribute?

Es war ein neues Zimmer, eine neue Wand, eine neue Stadt.
Neue Menschen wohnten mit mir. Menschen die mich nicht verstanden.
Und Menschen die mich nicht verstanden.
Sie waren wie das hässliche, schmutzige rot.
Sie waren nicht rein und unendlich.

Doch ohne die neuen Menschen, war ich einsam.
Noch einsamer als mit. Sie waren mein Gleit.
Ich ließ mich ziehen und ließ mich wieder fallen.
Lief zurück und rannte wieder vorwärts.
Im Moment blieb ich stehen. Guckte gerade aus und nach hinten.

Meine Vergangenheit war hinter mir, wie hinter jedem.
Doch jetzt realisierte ich es erst, was es heißt, sie hinter sich zu lassen.
Wenn nichts mehr so werden kann, wie es einmal war.
Wenn alles gewohnte weg ist. Wenn die Gegenwart verschwand und für immer in der Vergangenheit gefangen war.
Wenn sich alles änderte.

Und ich suchte einen Weg. Oder suchte jemanden, mit einem Weg.
Ich braucht irgendwas. Irgendwas, dass mich ablenkte.
Ablenkte, von dem, was aus mir geworden ist.

Und so strich ich meine Wand blau.
Helles blau, reines blau.

Nächste Woche wird sie wieder rot.
Mir gehen die Farben aus.

 


 

wa lange nicht mehr aktiv, glaube 1 Jahr?
Naja, jetzt bin ich wieder hier. Oder auch wieder direkt weg.
Hier ein kleiner Beitrag, der …….. vielleicht etwas komisch ist xD
habe lange nicht mehr geschrieben.

Grüße, Dilara ❤

 

 

 

Liebes Ihr.


Teil 2

Die Decke war mit Lichterketten verhängt. An manchen Ketten, baumelte eine kleine Glocke, welche mit einer roten Schnur angebracht war, die ab und an mal ihre leise Stimme von sich gab, wenn jemand die Tür öffnete und ein leichter Windstoß hinein wich.
Die Wände bestanden auch nur aus Holzdielen. Aus umschatteten, fast schon schwarzen Holzdielen. Sie hatten eine andere Farbe als die des Bodens.
An den Wänden waren überall Regale angebracht, in den verschiedensten Farben und in den verschiedensten Formen. In jedem von ihnen war etwas anderes drin.
In einem trüben roten, Barock Regal, standen in der oberste Reihe 11 Bücher.
Mehr nicht. Es waren irgendwelche Bücher, eins war ein Atlas, während ein anderes das Leben der Marie Antoinette beschrieb. Manche waren noch recht neu, während andere schon fast auseinander fiehlen.
Die übrigen Reihen des Regals waren leer, mit Staub bedeckt und mit Spinnweben verziert.
Ein weiteres Regal, beherbergte Schneekugeln. Große, kleine, bunte, weiße, romantische, düstere. Manche mit Schnee und Zauber drin. Manche ohne alles.
Doch ihre Liebste Ecke im Laden, war der alte, kleine, weiße Schrank, von dem der Putz schon abbröselte. In diesem alten, kleinen, weißen Schrank mit den schönen, nostalgischen Engelsverzierungen, dort, in der zweiten Schublade, dort wollte sie hin.
Wenn man mit etwas Kraft zieht und mit etwas Stärke rüttelt, geht sie quitschend auf. Eine kleine graue Staubwolke kommt heraus, man kann sie einfach wegpusten.
Und dann erblickte man wunderschönes Pergamentpapier. Chaotisch zusammengewürfeltes Briefpapier. Doch irgendwie war alles in der richtigen Ordnungen.
Manches schimmerte gold, anderes war pech schwarz. Welche waren am Rand eingerissen und auf anderen glitzerten leichte Umrisse einer Flora.
Es war so wenig und dennoch fühlte sie sich so vollkommen. Es war für sie pure Schönheit.
Doch Schönheit vergeht, wenn man sie zu sehr benutzt. Deswegen war Sie nur selten hier. So selten wie möglich, um die Schönheit so lange anhalten lassen zu können, wie es nur geht.
Sie war nur um besondere Sachen für besondere Anlässe zu kaufen.
Einer davon war dieses Briefpapier zu holen.

Dilara ❤

Liebes Ihr.


Teil 1

„Liebes Ihr.“
Sie betrachtete wie der dunkle, letzte Tintenpunkt anfing zu trocken, als sie den Füller anhebte. Die dunkel blaue Farbe sickerte einfach in das Briefpapier ein, welches mit schönen, gekringelten Verzierungen geschmückt war.
Es sickerte einfach ein, es floß in das Papier hinein und wurde ein Teil von ihm.
Und es war wirklich schönes Papier. Besonderes.
Sie hatte es sich extra ausgesucht. Ist in den kleinen Laden, der nun schon seit mehr als 19 Jahren an der Ecke des Schotterweges, neben dem Blumenladen (welcher erst vor 3 Jahren eröffnet wurde) steht, hineingegangen.
Der Laden war klein und irgendwie, war nie andere Kundschaft da, wenn sie dort war.
‚War das Zufall? Oder verkaufte der Laden vielleicht nicht gut?‘
Der Besitzer des Ladens, ließ sich auch erst blicken, wenn sie an der Kasse stand und auf die kleine, etwas verrostete Klingel drückte, die auf dem Tresen platziert war. Er huschte dann immer durch die Hintertür, die wahrscheinlich zu seiner Wohnung führte, hervor.
Jedesmal wenn sie klingelte, spitze sie ihre Ohren.
Sie hörte es, wenn er kam. Er war alt, klein und etwas dicker. Trug immer dunkel gestreifte Pullunder und eine Fliege.
Sie fand es irgendwie süß.
Die Dielen knartchten immer unter seinen schwerfälligen und dennoch hastigen Schritte.
Der Türvorhang aus kleinen Magenta farbenen Kugeln, fing immer an zu klippern, wenn er sie beim durchgehen berührte.
Der Besitzer sah immer etwas gestresst und verzweifelt aus.
Sie wusste nicht wieso.
‚War es weil keine Kunden kommen?‘ Wer weiß das schon.
Doch der alte Mann, passte hier rein. Als hätte der Laden ihn ausgesucht.
Er passte gut in diesen Laden, in den nichts zusammen passte.
Die Bilder an der Wand, die irgendwelche Mittelalterlichen Schlachten von irgendwelchen Mittelalterlichen Rittern abbildeten, passten nicht zu dem dunkel schimmerenden Metalrahmen, der Sie umgab.
Der zerfranzte Teppich, der einem direkt ins Auge fiel durch die große Rose, die abgebildet wurde, passte gar nicht zu dem Sessel, auf dem drei Sterne eingenäht wurden.

Dilara ❤

P.S: Liebt ihr, nein VERGÖTTERT UND SUCHTET ihr die neue Game of Thrones Staffel genauso wie ich????????
Waaaahhhnsinn! die neugier hat mich schon so süchtig gemacht, online ein paar seiten zu lesen, welche das ende von einigen charaktern offenbart. diese seiten wurden irgendwie, irgendwo, irgendwann von George Martin selber geschrieben und von einem frechdachs heimlich geleaked. ICH DANKE DIR FRECHDACHS.
Das Ende ist einfach nur bittersüß.

die party


Teil 1

Skyfly. So hieß der Club, in den wir gegangen sind. Der dritte Club in den wir umsonst rein gekommen sind, nur weil wir Mädchen waren. Mädchen, die gut aussahen.
Es war der dritte Club, in welchem ich wieder versuchte jemanden zu finden.
Ich wusste noch nicht wer es war, wie er aussah oder wie er hieß. Ich wusste nur, dass ich jemanden finden musste. Ich musste einfach.
Lang genug hatte ich mir eingeredet, ich bräuchte keinen festen Freund.
Dass eine Beziehung mich nur behindern würde und dass ich sowieso kein Beziehungstyp wäre.
Bin ich auch nicht. Wenigstens hatte ich mich in einem Punkt nicht noch weiter angelogen. Doch es ging schon lange so.
„Ich brauche keine Beziehung. Ich warte. Ich warte auf den Richtigen.“
Doch ich warte nun schon seit über drei Jahren. Und ich erzähle mir nun schon seit über drei Jahren, die gleichen Lügen. Doch nun haben sich die Lügen durch meine Oberfläche hindurch gekratzt und verwandelten sich in pure Verzweiflung.
Es war eine so große Verzweiflung, dass ich anscheinend sogar schon in Clubs nach einem möglichen, passablen Partner ausschau hielt.
In einem Club. Wo Kerle hingehen um betrunkene Mädchen noch betrunkener zu machen, so dass sie ihren Anstatt vergessen und mit ihm 30 Minuten auf dem Klo verschwinden würden.
Und genau so verzweifelt war ich schon.
Und so gingen wir in Skyfly. Cooler Name, coole Location, coole Musik.
Skyfly.
Meiner Freundin gefiel’s auch. Wir tanzten viel, wir tanzten wild.
Und immer hielt ich Ausschau nach Beute. Beute die bereit war, von mir zerfleischt zu werden.
Die Musik dröhnte in unseren Ohren. Es waren nicht viele Leute da, doch wir gingen ab. Ich fühlte mich klasse. Selbstbewusst und weiblich. So hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Auch wenn es höchstwahrscheinlich am Alkohol lag.
Doch was soll’s? Jeder braucht man einen kleinen Push. Und meiner hieß Tequila.
Luisa tippte auf ihr Handy, schrieb sicherlich wieder einen ihrer Kerle.
Alessandro, Jan, Mathis oder Duncan? Wer weiß. Einem von dem schrieb sie immer.
Und von keinen von denen wusste ihr Freund.
War das schon betrügen? Mit Jungs heimlich hinter dem Rücken ihres Freundes zu flirten? Die Jungs waren verliebt in sie. Ich habe die Texte gesehen, die sie sich schrieben. Und sie wusste es, sie wusste wie verliebt sie waren.
Und war das fremd gehen? Woher sollte ich das wissen? Ich habe keinen Freund, ich hatte noch nie eine ähnliche Situation zum vergleichen.
Also woher sollte ich es wissen?
Ich holte mein Handy raus. Der Screen leuchtete auf. 4:12 Uhr.
Es war voller geworden, süße Jungs waren da. War auch einer für mich da?
Es war Zeit mal etwas zu riskieren. Das aller Erste mal in meinem Leben, ging ich selber auf einen Jungen zu. Naja, eher gesagt auf seine Clique, denn ich wollte ja schließlich nicht, dass er weiß, dass ich ihn ins Visier genommen habe.
Das aller erste Mal, war ich bereit. Ich war bereit und hatte den ersten Schritt gemacht.
Ich quatschte mit einem Kumpel von ihm, einem komischen. Sehr komischen.
Er war irgendwie schmutzig und haarig. Wie jemand, der nie aufräumt und jeden Tag Energy trinkt. Komisch einfach.
Ich robbte mich weiter Richtung front.
Quatschte mit dem Typen, der neben ihm stand.
Er war etwas kleiner als ich. Doch er war lustig. Im Nachhinein, war er sogar besser als meine eigentliche Beute. Warum habe ich ihn nicht einfach genommen?
Richtig, er war klein. Zu klein. Und ich war oberflächlich. Zu oberflächlich und zu egoistisch.
Ich blickte nach rechts, war meine Beute noch da?
War mein zukünftiger Prinz noch hier? Er hatte eine Ausbildung als Bänker.
Das habe ich von dem Haarigen erfahren.
Er war 23 und wollte jetzt studieren.
Das habe ich von dem Kleinem erfahren.
Und er sah verdammt gut aus. Schlank, doch sportlich. Braune Haare und groß,
Irgendwie aber mehr der süße Typ. Süß und dumm unschuldig.
So ein Typ, in den du dich verliebst, der dir aber dann das Herz bricht weil er so dumm unschuldig ist, dass er noch nicht mal realisiert hat, dass du nachts vorm einschlafen an ihn denkst.

Dilara

MonstER in MIr


Es ist schwarz und kalt. Es ist verdreht und lebt in mir.
Manchmal spüre ich es gar nicht, es wird manchmal leichter. Ich weiß zwar, dass es immer noch da ist, doch ich kann mit ihm leben.
An manchen Tagen saugt er nicht so viel Lich aus mir. An manchen Tagen hängt es sich einfach nur an mich, an mich und meinen Schatten. Er zieht an uns.
Das vorwärts gehen wir schwieriger, denn er will, dass wir anhalten. Er will nicht, dass wir vorwärts gehen. Er mag das nicht.
Doch an diesen Tagen, wo er nicht so groß ist, kann ich mich durchsetzten.
An diesen Tagen gehe ich vorwärts. Ich gehe mit einer Last, doch ich gehe vorwärts.
Das sind die leichten Tage. Die guten.
Die schwierigen sind anders. An den schwierigen sehe ich ihn nicht. Ich glaube, dann ist er in mir. Er schleicht sich manchmal leise und geduldig an mich ran weil er weiß, dass wenn ich ihn spüre ich gegen ihn ankämpfe.
Doch manchmal, wenn ich zu kaputt bin, wenn mir das kämpfen zu viel abverlangt hat, dann kommt er. Er weiß, dass wenn er mich öfters angreift, ich nicht mehr kann. Er weiß ich halte nicht lange durch.
Und so greift er immer wieder an und wartet. Er wartet, bis ich schwach bin.
Und dann kommt er.
Er kommt und er legt sich wie ein dichter, schwarzer Nebel über mich.
Ich bekomme Gänsehaut. Wenn er da ist, ist die Wärme weg. Das Licht verwandelt sich in stockdustere Finsternis. Ich friere. Denn er ist kalt.
Er legt sich über meinen leblosen Körper und ernährt sich von dem letzten Tropfen Licht, dass ich noch in mir habe. Je mehr Licht er mir weg nehmen kann, desto größer wird er.
Der pechschwarze Nebel umhüllt mich, wie eine Decke von meiner Mutter um mich gewickelt.
Es ist so eng. Ich bekomme keine Luft mehr. Ich kann mich nicht befreien.
Er hat mich umhüllt, er ist in mir eingedrungen. Alles ist schwarz geworden.
Ich lebe in einer Welt ohne Licht. Wenn er da ist, ist alles dunkel. Ich sehe nichts mehr. Ich kann nicht mehr vorwärts oder zurück gehen. Alles ist dunkel.
Wo bin ich? Wieso frage ich mich überhaupt? Hier gibt es nichts.
Alles ist kalt und nass und pechschwarz. Es kommt mir vor, als wäre ich in einem Loch. Eingeengt, erdrückt, alleine.
Ich habe Angst. Mama, bist du irgendwo? Kannst du mich retten?
Hilfe…
Ich habe so Angst. Wo bin ich? Ich brauche Luft. Luft! Mein Hals schnürt sich zu.
Ich finde keinen Ausgang aus dieser Hölle, alles hat die gleiche Farbe, alles sieht gleich aus. Es hat keinen Sinn mehr. Wieso bewege ich mich noch? Ich werde hier nie mehr raus kommen.
Ich verkrieche mich in eine Ecke und hocke mich hin. Ich wippe hin und her, halte mir die Ohren zu. Ich will hier raus. Ich will weg. Ich will einfach nur verschwinden.
Alles soll aufhören. HÖR AUF! Lass mich gehen.
Ich spüre wie etwas kaltes näher kommt. Langsam und bedrohlich. Ich kann es nicht sehen.
Ich weiß aber, dass er es ist. Er kommt immer.
Dieses etwas, es kommt. Es schleicht wie eine Schlange und greift mich an wie ein Gewitter. Erst langsam tastet er sich an meine Füße heran, ich wehre mich nicht.
Er will immer immer mehr. Ich wehre mich nicht.
Wieso auch? Ich will einfach nur verschwinden.
Langsam ergreift es Besitz von mir. Wie ein Dämon.
Ein Dämon, der in mir lebt und für mich atmet.
Ich spüre schon lange nichts mehr. Mein Körper ist taub, mein Herz wurde auseinander gerissen, meine Lunge mit schwarzen Teer getränkt und meine Seele zerfetzt.
Mich gibt es nicht mehr. Ich existiere nicht länger.
Der Dämon in mir atmet für meinen Körper.
Er lebt für mich. Ich bin nicht mehr da, doch er schon.
Ich habe aufgegeben.
Er hat gewonnen.

Dilara ❤

Liebster Award


dickes, fettes Danke an Fotografische Welten für die Nominierung und die erfrischend anderen Fragen!

1. Welche ist die wichtigste Frage in Deinem Denken und warum?

Ich frage mich immer „Ist es richtig? Bin das ich?“. Bei allem was ich tue, was ich sage, was ich mache. So hinterfrage ich mich immer selbst und betrachte meinen Gedanken oder meine Handlung aus einer ganz anderen Perspektive und komme zu anderen Schlussfolgerungen.

2. Welche ist Deine intensivste Erfahrung im Leben?

Ich glaube meine eigenen Probleme. Selbst jetzt, in einem Blog, traue ich mich nicht darüber zu schreiben, wie sie mich verändert haben aber es waren auf jeden Fall die intensivsten Erfahrungen, die ich  machen konnte. Ich weiß gar nicht aber ich glaube dadurch habe ich mich selber sehr stark verändert und kann mich und andere besser einschätzen-

3. Welche 3 Eigenschaften schätzt Du an einem Freund/Partner am meisten?

Ups, still single. Aber 3 Eigenschaften die mein zukünftiger Freund haben sollte:
1) bedingungslose Ehrlichkeit, 2) er sollte sehr stark sein (im mentalen Sinne), 3) Intelligenz

4. Welcher Körperteil / Körperbereich ist Dir für Dich /Deinem Partner am wichtigsten?

Ich weiß gar nicht, wie ich das beantworten soll. Ich finde alles an einem Körper wichtig und interessant. Am wichtigsten ist es, jeden Körper zu schätzen und ihn nicht von der Gesellschaft als „hässlich“ betiteln zu lassen.

5. Welche Bedeutung bemisst Du der Ökologie zu und welcher ist Dein Beitrag?

Die Natur und ihre Lebewesen (Menschen ausgeschlossen) sind bzw. sollten für jeden die oberste Priorität sein. Denn ist einfach Fakt, dass die (Tier-) Welt ohne uns Menschen leben kann und sogar besser ohne uns dran wäre, doch wir nicht ohne sie leben können. Die Natur hat uns erschaffen, ihr verdanken wir unser Leben.

Seitdem ich mich intensiver mit der Umwelt beschäftigt habe, verwende ich (versuche ich so gut es geht) Tipps zu Hause anzuwenden, die der Umwelt helfen würden. Zum Beispiel sehr auf den Öl/Wasser/Stromverbrauch achten etc.
Für die Tierwelt setzte ich mich  eigentlich schon seit ich denken kann ein, meine Tiere sind alles Straßenkatzen, ich ernähre mich vegetarisch/ vegan, unterschreibe jede verdammte Petition und mache ab und zu bei Demos mit, auch wenn es nicht gerade viel ist, denke ich, es ist besser als gar nichts. (Spinnen und Motten töte ich leider trotzdem noch, sorrryyyyyyyyyyyyy)

6. Ein Psychiater, so steht es geschrieben, heilt sich bei jeder Behandlung auch ein wenig selbst. In wie weit trifft das auf Dich und Deinen Blog zu?

Schreiben hilft einem auf jeden Fall weiter. Es beruhigt mich einfach und hilft mir, mit meinen Emotionen klar zu kommen. Man wird einfach irgendwie die Last los. Auch wenn man anderen hilft, fühlt man sich meistens automatisch besser. Man fühlt sich gut weil helfen gut ist. Ende. Außerdem denke ich, wenn man jemanden zuhört merkt man vielleicht, dass die Lösung, die man demjenigen anbietet, auch irgendwie bei den eigenen Problemen anwendbar ist. Man distanziert sich ein wenig von seiner Welt und wirft einen neuen Blick drauf. Keine Ahnung ob das nachvollziehbar ist.

7. Wenn Du wählen müsstest, in einer der folgenden Städte ein Jahr verbringen zu müssen, welche wäre es und warum? Thimphu, Hauptstadt von Butan; Papeete, Hauptstadt von Thahiti; Ushuaia, Feuerland, Argentinien?

Mich würde es nach Thimphu verschlagen. Einfach schon weil die Asiatische Kultur so viel reicher und abwechslungsreicher ist. Es wäre etwas komplett anderes, etwas total neues und fremdes.

8. Wie alt warst Du bei Deinem ersten Kuss auf den Mund, und weißt Du noch den Namen?

Japs, Kindergarten schätze 5 Jahre mit Maxi.

9. Welcher Typ Mensch bist Du eher, lieber Led Zeppelin oder Eminem?

Ich bin beides. Unkonventionell, ausufernd, schwer und laut, provokant, kaputt.
Oder ich bin gar nichts von all dem, sondern wünsche es mir nur.

10. Zum Thema Flaschendrehen, Wahrheit oder Pflicht?

Immer Wahrheit, denn da kannst du noch lügen.

11. Zum Thema Lichtbilder: bewegt oder unbewegt, Video oder Fotografie? Und warum?

Da kann ich mich nicht entscheiden. Beides hat seine eigene Wirkung. Wenn es bewegt ist, ist es einfach eine Handlung. Es ist, als wäre der Moment zwar eingefangen aber irgendwie auch wieder nicht. Er ist frei und dennoch gebunden, an diesen einen Moment.

 

Dilara ❤

 

25 BOOKISH FACTS ABOUT ME – dilara


Dankeschön lea für die Nominierung!

1. Ich will immer zu viele Bücher. Habe locker schon 10 Bücher, die ich noch nicht mal angefangen habe aber ich bin einfach total der nicht-rationale Denker und wie ein kleines Kind im Schnuckelsachen Laden. Ich will sofort jedes Buch haben und das wirklich SOFORT!
2. Am liebsten lese ich Romantasy Reihen, wo es zwar ein wenig um Liebe geht aber größtenteils um irgendwelche abgedrehten Abenteuer. Aber brauche halt was zum shippen. Am besten drei scheiß gute Teile und dann ’n cooles Ende und dann einen Mini Vierten Teil von der Zukunft (der meistens doof ist aber sowas gibt mir einfach den inneren Frieden).
3. Ich hasse es, meine Bücher zu verleihen. Ich hasse es, wenn jemand sie auch nur anguckt. Ich vertraue niemanden und niemand darf meine Schätze anfassen. ._.
4. Ich liebe es zu Nicht-Lesern zu sagen :“ Also ich persönlich fand, das Buch war besser als der Film.“ Auch wenn ich den Film gar nicht geguckt habe. Einfach weil ich’s kann und den Besserwisser raushängen kann.
5. Ich lese größtenteils viele Bücher von Serien, Filmen, damit ich andere spoilern kann. Spoilern ist das was mich antreibt.
(Ich versteh nicht, wie ich Freunde haben kann.)
6. Optisch mag ich am liebsten richtig, dicke, antike Oschis. Die eine super schöne Verzierung haben. Am besten ohne Bildern, sondern einfach alte, romantische Muster.
Und ich liebe solche Covers zum anfassen. Ihr wisst schon was ich meine, oder? 😀
7. Ich würde gerne so ein Illuminati Buch haben, wo gruselige, blutige Fakten drin stehen. Über die Politik, die Wirtschaft, die Menschen, das All.
Je abartiger, desto besser.

P.S. Mir fallen im Moment leider keine anderen Fakten ein. Ich mach das wann anders weiter trolololo

dilara ❤

Blaulicht


Teil 2

Irgendetwas tropfte auf ihren Kopf. Sie blickte nach oben. Platsch. Nochmal. Irgendetwas nasses prallte auf ihre Stirn und lief ihr Gesicht herunter.
Die nichtssagenden Wolken wurden durch graue ersetzt. Es began zu nieseln.
Resigniert und tonlos setzte sie ihren Weg fort. Sie hörte die quitschigen Geräusche, die ihre Schuhe machten, wenn sie in die nasse, matschige Erde trat.
Sie musste nicht runter gucken, um zu wissen, dass sie ihre Schuhe nach dem Trip in die Waschmaschine tun muss. Sie ging weiter, folgte dem Pfad bergab, wo der Wald noch dichter schien. Um sie herum waren Büsche, der Boden kahl, nur ein paar Osterglöckchen trauten sich hervor.
Der Regen prallte auf das Dach des Waldes nieder und ein leises Trommeln drang durch den Wald. Die Natur spielte in dieser grauen, leeren Gegend Musik.
Die Blätter der Bäume, die sie umgaben, raschelten als der Wind schnell durch sie hindurch zischte. Wie ein Drache flog er durch die braunen Titanen, mit den grünen Blättern und hinterließ Aufruhr im Wald. Vögel machten sich plötzlich auf, etwas raschelte hinter ihr.
Der Wald war nicht grau. Er war lebendig.
Sie wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, doch sie wusste, dass es ihr Spaziergang schon länger als üblich ging.
Der leise Regen, tastete sich auch an sie heran, wie ein bekannter Fremder durchdrang er ihre Kapuzen Jacke und hinterließ feuchte Kälte auf ihrem Körper.
Sie bekam Gänsehaut. Zum ersten Mal in ihrem Leben, fühlte sie wieder etwas.
Sie fühlte wie etwas in ihr wieder anfing zu leben.
Doch gerade, gerade wo ihre Mundwinkel endlich wieder schüchtern nach oben gingen wollten. Gerade, als sie tief durchatmen und das Gefühl des Lebens aufnehmen wollte.
Stürzte es vor ihr ab.
Am sechsten März.
Es landete direkt vor ihren Füßen, es zuckte noch ein paar mal bevor es regungslos liegen blieb. Seine Augen weit geöffnet.
Eine pechschwarze Krähe fiel vom Himmel herab.
Sie sah die Krähe einfach nur an. Ein starrer Blick, blickte auf das am Boden liegende Tier. Ihre Mundwinkel nahmen wieder ihre alte Form an.
Die Melodie des Lebens verschwand.
Sie fühlte sich komisch. Irgendwie… depressiv. Und gleichzeitig war sie wütend.
Wütend auf diese graue Welt und wütend auf sich, dass sie Erwartungen zugelassen hatte.
Nun stand sie vor einer pechschwarzen Krähe, mit weit geöffneten Augen.
Sie hockte sich hin. War es wirklich tot? Sie ließ den Blick nicht von der Krähe ab, während ihr Arm um sie herum nach etwas suchte, womit sie die Krähe anstupsen könnte. Um sicher zu gehen.
Nun hockte sie da, pickste eine Krähe mit einem Ast an. Keine Bewegung.
Nochmal.
Immer noch keine Bewegung.
Sie war Tod. Pechschwarz und tot.
Die Melodie des Regens, der auf das Dach des Waldes trommelte, verwandelte sich in lästige, kalte Tropfen, die auf sie hin nieder prassten.
Der Drache, der durch die Bäume zischte, war nun nichts weiter, als störender Wind, der sie zum frieren brachte.
Grau. Wieder mal ist alles grau.
Sie trat den Heimweg an. Der Kopf nach unten gesenkt, drehte sie sich einfach um und überließ alles ihren eigenen Verlauf.
Die Krähe war tot. Und die Welt war grau und leer.

Dilara ❤

Blaulicht


Teil 1

Sie pickste vorsichtig, mit einem kleinen Ast, den sie auf dem Boden gefunden hatte, die schwarze Krähe, die vor ihr auf dem Boden lag.
In der Hocke sitzend und ihren Kopf auf den Knien liegend, betrachtete sie indiskret das pechschwarze Tier das vor ihr lag.
Als sie ohne Ziel vor Augen, spät Mittags das Haus verließ, hatte sie keine Erwartungen an ihren Streifzug gehabt. Sie hatte nie Erwartungen an irgendwas.
Ihr kleiner Bummel in die große, weite Welt vor ihrer Haustür sollte einfach nur leer sein. Leer und befreiend. Sie wollte einfach nur die Gassen auf und ab wandeln und ihre Gedanken im Kopf verstummen lassen.
Es war der sechste März. Mischwetter. Graues Wetter. Graue Menschen. So wie sie.
Der sechste März war nichts besonderes, sie ging wie immer eine bestimmte Route und schlug in der Mitte willkürlich einen anderen Weg ein. Jeden Tag erkundete sie neue Wege und entdeckte neue Grautöne ihrer Stadt.
Auch am sechsten März, war alles wie immer. Grau. Leer. Trostlos.
Sie wechselte von der Perlengasse, in einen abgelegenen Waldweg. Der Eingang war unscheinbar, man musste zwischen dem engen Schlitz zweier Mehrfamilienhäuser hindurch. Dann folgte eine kleine Lichtung. Abgeschieden von der Stadt, die Geräusche, des lauten Verkehrs, verstummten.
Sie stapfte durch die unebene Lichtung, das Gras ging ihr bis zu den Knien.
Niemand kümmerte sich um das Stückchen Land. Man überließ es einfach sich selbst.
Am Ende der Lichtung fand man den Eingang zum Reich der Tiere. Ein kleine Lücke, ein kleiner Pfad, ein kleines Tor. Ein Tor, welches von alten Bäumen geformt wurde.
Sie stapfte neugierig weiter, betrat den unruhigen Wald.

Dilara ❤

Jubes Jubiläum


Hallöchen ihr eifrigen Leser,

Wir (Lea & ich) haben uns, anlässlich unserer 200 Follower etwas einfallen lassen.
200 ist schon eine große Zahl und da dachten wir feiern wir es!
Aber natürlich feiern wir, wie Bücherfreunde am liebsten feiern.
Nämlich mit einer Geschichte.
Hier schon mal ein fettes Dankeschön an euch alle, dass Ihr den Blog zu dem macht, was er ist und ein dickes Dankeschön an Lea, dass ich an all dem Teil haben durfte.
Dankesrede? Check! Weiter zum Jubiläum:

Lea und ich werden zusammen eine Geschichte schreiben mit einem offenen Ende und da kommt Ihr ins Spiel! Die Teile werden innerhalb zwei Stunden veröffentlicht, nachheinander versteht sich.
Ihr könnt euch selber das Ende ausdenken und es in der Kommentar Box oder auf eurem Blog selber posten und uns dann dort verlinken, damit wir euer Ende auch auf jeden Fall sehen 🙂
Derjenige der ein Ende schreibt, welches uns am besten gefällt, gewinnt unser Jubiläums Special und wird dann bei uns auf dem Blog vorgestellt (einen materiellen Gewinn gibt’s diesmal leider nicht :P).

Wir freuen uns schon auf eure Ideen und sind gespannt wie dieses Experiment ausgehen wird!
DANKESCHÖN ❤

Erster Teil (Dilara)

Die Geschichte, wie ich meine Liebe traf, ist anders als andere. Und dennoch nur eine von vielen. Ich traf meine Liebe auf eine ganz besondere Art und Weise und trotzdem wie jeder andere. Wir waren ungewöhnliche Individuen, dessen Sehnsucht zueinander uns innerlich zerriss. Und dennoch… Wir waren niemals so besonders wie wir dachten.
Doch dies ist meine Geschichte, meine Geschichte über den Mann, den ich liebte und über den Krieg, der unsere blutigen Herzen auseinander riss.
Wir waren noch Kinder, kleine Kinder die die Farbe der Unschuld trugen. Kinder wie du und ich. Wir waren rein, oh, wir waren so rein, dass wir nur durch Liebe hätten leben können.
Er und ich wuchsen miteinander auf, er war der coole Nachbarsjunge, der die Straßen mit seinem alten, dunkelblauen Skateboard herunter fuhr. Und ich die schüchterne Schönheit, die ihn lieber heimlich beobachtete anstatt mit ihm zu reden. Wir waren grundverschieden und dennoch gleich. Unsere Häuser lagen gegenüber, er wohnte in einem richtigem Haus. Mit eigenem Garten und einer Terrasse mit wunderschönen Fließen. Die eine blau, die andere rot. Kunterbunt. Im Sommer fingen sie an zu funkeln und zu glitzern, wenn die warmen Sonnenstrahlen auf sie prahlten. Die bunten Farblichter fingen an zu tanzen. Es war ein faszinierendes Schauspiel, die eine Farbe jagte die andere im Gesicht der Sonnenstrahlen.
Ich konnte dieses Schauspiel jeden Tag von meinem Zimmer aus sehen, wenn ich wieder heimlich aus dem Fenster guckte.
Unsere Wohnung war nicht so schön wie seine. Wir hatten kein Haus. Wir waren nicht von hier, wir konnten uns ein großes Haus nicht leisten. Ich war Acht, als wir von Nepal hier rüber kamen. Wir waren drei Mädchen und vier Söhne und hatten nichts, was uns alleine gehörte. Wir wohnten im dritten Stock in einem grauen Mehrfamilienhaus. Die Farbe des Hauses passt zu den Leuten, die es bewohnen. Grau. Nichtssagend. Langweilig. Unscheinbar.
Wir waren genauso verschieden, wie unsere Häuser.
Er war auffallend. Voller Lebenslust, er war bunt. Er war bunt und jagte den warmen Sonnenstrahlen nach.
Ich nicht. Zwar war ich schön, ich war wunderschön. Das wurde mir oft genug gesagt.
„Es macht nichts, wenn du eine verottete Persönlichkeit hast. Du bist wunderschön mein Kind, du wirst reich heiraten. Und dann, ja dann, wirst du uns nie mehr zu Last fallen. Weil du wunderschön bist.“
Der Satz war wie eintattoowiert. Meine Mutter machte mir sehr früh klar, dass ich nichts bin. Nichts, außer schön. Ich war etwas, was mit dem Fluch der Schönheit gebrannt markt wurde.
Nie mochte mich jemand wegen meiner Schönheit. Doch er fing an mich zu lieben. Er liebte mich, obwohl mich sonst kein anderer lieben konnte.
Ich beobachtete ihn und sein wunderschönes großes Haus immer, wenn ich aus meinem Fenster guckte. Von dort aus, konnte ich direkt in sein Zimmer und auf die Terrasse gucken. Ich wusste, dass er gerne Fußball spielte und das seine Mutter ihn immer anschrie, wenn er wieder gegen die Wand hämmerte, wenn er wütend war. Ich wusste, dass sein Vater immer schon im April anfing zu grillen und dass seine Mutter jeden Dienstag das Haus und die Terrasse putzte.
Es war befreiend für mich ihn zu beobachten, ich hatte keine Freunde und meine Familie verachtete mich. Die Mädchen in der Schule schließen mich immer aus, weil sie eifersüchtig waren. Ich weiß, dass sie eifersüchtig waren. Und weil ich schlecht bin. Ich bin von innen drin verrottet. Deswegen war ich alleine weil jeder in meiner Nähe angesteckt und vergiftet wurde.
Und so vergingen meine Tage. Ich weiß nicht, was ich von ihm wollte und warum er mich so anzog. Doch irgendwas hatte er, dass er mich von der ersten Sekunde in seinem Bann hatte. Er war die Sonne und ich der Mond. Er war das Licht und ich der Schatten. Ohne ihn gäbe es kein mich.
Das wusste ich. Ich wusste nicht viel, doch das wusste ich ganz genau. Er war die Luft, die ich einatmete und die mich zum beben brachte.
Er war das Wasser, dass durch meine Kehle lief und mich reinigte.
Er war die Sonne, die selbst den dunkelsten Platz erleuchtete.
Ich saß manchmal draußen auf dem Bürgersteig. Mit meinem schönen hellblauen Kleid und meinen Rüschen Socken. Ich saß einfach nur da und sah ihm zu, wie er und seine Freunde mit Kreide ein Fußballfeld auf die Straße malten.
Sie waren so begeistert und aufgeregt. Nach einer kurzen Zeit, waren sie fertig und teilten sich in Teams auf und versuchten zu gewinnen.
Das Spiel hatte mich nicht gereizt. Auch nicht die Kreide.
Doch irgendwas, war da, was mein Verlangen antrieb, was meine Fantasie verrückt werden ließ, meine Vorstellungskraft überschritt.
Ich stand schwungvoll auf, lachte. Sie riefen mich zu sich, ich sollte im Tor stehen. Ich schrie als ein Ball auf mich zu kam. Doch beim zweiten Ball blieb ich knallhart stehen und schmiss mich dem Ball entgegen. Obwohl meine Knie schon aufgeschürft waren, lachte ich. Ich lachte aus tiefster Seele heraus. Ich gehörte hier hin. Das waren meine Freunde und er war mein Himmel.
Doch das war leider nicht die Realität. Ich saß immer noch alleine und stumm auf dem Bürgersteig. Ich hörte Ihnen zu. Das Geräusch, wenn sie gegen den alten Ball treteten. Das Gebrüll wenn einer von ihnen geschummelt hatte. Ich nahm all das war.
Doch ich war kein Teil davon. Ich war alleine.
Ich schaute ihnen weiter zu, einer hatte mal versucht mit mir zu reden, doch ich rede nicht mit ihnen. Ich rede nie. Die Worte die aus meinen Mund kommen, sind schlechte Worte. Niemand möchte schlechte Worte hören.
Und so sah ich ihnen zu. Seine Mannschaft führte, mit zwei Punkten. Ich zählte mit. Sein Ellenbogen war ein bisschen aufgeschrappt.
Gerade als einer der anderen Jungs, versuchte den Ball in das Tor zu schießen, knickte er um und traf den Ball nicht ganz richtig. Er stöhnte kurz vor Schmerz, als er hinfiel.
Und der Ball rollte in meine Richtung. Er war nur noch eine gute Armlänge von mir entfernt und blieb langsam stehen.
Ich weiß noch ganz genau, dass ich damals nicht wusste was ich machen sollte. Ich war nur ein Zuschauer. Ich war kein Protagonist, ich sollte mich nicht einmischen. Nicht mitspielen.
Ich war ein niemand. Doch wenn ich diesen Ball berühren würde, dann würde ich zum Leben erwachen. Und wenn ich leben würde, dann würde ich Gefühle zulassen. Dann würde ich weinen, verletzt werden und untergehen. Und ich wollte nicht zum Leben erwachen.
Also blieb ich einfach nur da sitzen. Still. Und starrte den Ball an.
Ich ignorierte die Rufe der Jungs, die mir zuriefen, ich solle den Ball rüber werfen. Ich war wie paralysiert.
Doch dann kam er. Er riss mich aus meiner Welt, als er ungefähr eine Armlänge von mir entfernt stehen blieb und sich bückte um den Ball zu holen. Als er sich umdrehte und zum Sprint ansetzte, um so schnell wie möglich wieder zurück zum Spiel zu kommen, drehte er sich noch einmal kurz um. Seine Haare wirbelten umher und die Sonne strahlte in seine Augen. Er drehte sich um und grinste mich an. Er sah aus wie ein Idiot.
Wie er da stand und mich angrinste. Doch es war das schönste Lächeln, dass ich jemals gesehen habe.
„Hi, Na?“ Diese Worte schallten noch fünf Minuten später, als er schon längst wieder im Spiel war, in meinem Kopf nach.
‚Hi, na?‘ Mit meinem Lippen formte ich lautlos seine Worte nach.
Etwas warmes kam in mir hoch. Es brannte schon fast. Meine Hände wurden schwitzig und mein Herz pulsierte schneller.
Meine Haare standen ab, als wäre mir etwas den Rücken runter gelaufen. Ich hatte Gänsehaut. Und alles an mir kribbelte. Mir wurde ein wenig übel.
Ich lebte. Ich lebte wieder. Hi, na?
Ich lebte. Durch dich, lebte ich wieder. Deine Worte waren der Grund, warum wieder Blut durch meine Adern fließ. Ich lebte. Und das dank dir.