[Rezension] Und ewig schläft das Pubertier


Und ewig schläft das Pubertier

Über das Buch:

Autor: Jan Weiler

Verlag: DerHörverlag

Genre: Humor

Preis: 12.99€

Inhalt:

Diskutier + Lamentier + Kommentier + Boykottier = Pubertier

Wenn es erst einmal wach ist, hält es die Welt in Atem: Das Pubertier. Und inzwischen hat sich Nick zu einem Parade-Exemplar entwickelt. Als männliches Pubertier besticht auch er durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Begeisterungsfähigkeit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie Chinagras und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen.

Ansonsten allerdings ist die Kommunikation mit dem Pubertier auf ein Mindestmaß reduziert, es spricht wenig, dafür müffelt und chillt es ausgiebig. Und die Liebe spielt in diesem dritten Teil der Pubertier-Saga eine immer größer werdende Rolle – wie auch die Wahl der richtigen Schuhmode. Im Pubertierlabor wird über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt. Gemutmaßt werden darf außerdem über die Frage, wann diese verfluchte Pubertät eigentlich aufhört. Der Erzähler schaut manchmal in den Spiegel und denkt: eigentlich nie.

Meine Meinung:

Als eine Person, die seit ihrer Kindheit die Hörbücher von Jan Weiler hört und sozusagen damit aufgewachsen ist, muss ich ehrlich zugeben: Der Dritte Band der Pubertier-Reihe ist schlichtweg enttäuschend. Man merkt deutlich, dass Jan Weiler die Inspiration ausgegangen ist, so wurden beispielsweise Kapitel aus dem ersten Band genommen und einfach neu geschrieben – teilweise nicht einmal besser. Die neuen Kapitel sind auch nicht gerade die unterhaltsamsten und Namen der Personen, die später wieder aufgegriffen wurden, wurden einfach geändert (Pauline –> Paula). Das Verhalten der Teenager ist (zumindest für die Bildungsschicht, in der sie sich, dem Vater nach zu urteilen, befinden) sehr überspitzt (Und, wenn wir mal ehrlich sind, auch für alle anderen Bildungsschichten) und somit nicht mehr unterhaltsam, sondern nur ein Anlass zum Fremdschämen.
Ohne die anderen Bücher zu kennen, scheint das Buch dennoch witzig zu sein, kennt man jedoch die Vorgängerbände, ist es durchaus enttäuschend und erweckt den Eindruck, dass Weiler einfach versucht, auf altbewährte Art Geld zu verdienen. Ich hoffe sehr, dass sich das ändert – sonst werde ich mir die in Zukunft erscheinenden Bücher vermutlich nicht mehr holen.

 

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