[Rezension] Dornenspiel


Über das Buch:

Autor: Karen Rose

Verlag: Knaur

Genre: Thriller

Preis: 17€ (Broschiert)

Seiten: 848

Inhalt:

Cincinnati, Ohio: Als Griffin „Decker“ Davenport nach mehreren Tagen aus dem Koma erwacht, wandern seine Gedanken sofort zu seinem letzten Fall. Er hat drei Jahre damit zugebracht, als FBI-Undercover-Agent einen Menschenhändler-Ring auszuheben. Doch er weiß auch, dass ihm das nur teilweise gelungen ist – und dass Kinder in Gefahr sind …
FBI Special Agent Kate Coppola ist entsetzt, als sie von Decker erfahren muss, dass ein Partner des Rings Jugendliche für seinen Online-Sexhandel benutzt. Sie und Decker eröffnen die Jagd auf ihn und werden gleichzeitig zu Gejagten. Denn ihr Gegner beseitigt alle, die ihm in die Quere kommen …

Meine Meinung:

Dornenspiel ist Karen Roses achtzehnter Thriller, und man erkennt ein eindeutiges Muster. Ich bin nicht unbedingt der Fan von Wiederholungen in allen Büchern, ich kann es nicht leiden, wenn alles gleich ist, doch ich muss sagen, dass es mir hierbei vollkommen egal war. Roses Schreibstil zählt definitiv zu einem der Besten, und die Handlungen sind gut durchdacht. Der Leser kann mit dem Geschehen mithalten, sogar eigene Beschlüsse ziehen und Verdächtigungen anstellen. Zwar dauert es anfangs ein bisschen, sich wieder an die Handlung der ersten beiden Teile zu erinnern, da der dritte Teil eine Woche nach Ende des zweitens spielt, doch ist man erst einmal drin, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Immer neue Wendungen sorgen für eine gesunde Spannung und die alten, lieb gewonnenen Charaktere der vorherigen Teile kommen nicht zu kurz. Besonders eingegangen wird auf die mentale Gesundheit der Hauptpersonen und teilweise auch der ‚unbedeutenderen‘ Charaktere oder früheren Hauptprotagonisten, was ich bisher (glaube ich) in einem Karen Rose Thriller sehr vermisst habe. Zum ersten Mal (glaube ich) wird darauf eingegangen, dass die Arbeit als Ermittler härter ist als manch anderer denken mag. Zwar wurde in Dornenkleid und Dornenmädchen bereits die Psyche von Adam kurz beschrieben (soweit ich weiß, wusste der Leser nur, dass er große Probleme hat und in einer Kinderpornografieverbrechensabteilung gearbeitet, sich dann aber eine Auszeit genommen hat), jedoch nicht näher darauf eingegangen. In diesem und vermutlich auch dem nächsten (das, glaube ich, von Adam und Meredith handeln wird) Buch spielt psychische Gesundheit – oder eben Krankheit eine zentrale Rolle, die Hauptperson kann sich beispielsweise ohne etwas in den Händen nicht konzentrieren und diverse Charaktere haben mit den Geschehnissen aus der Vergangenheit zu kämpfen, die durch diesen speziellen Fall wieder aufgeweckt werden. Auch kleinere Nebenrollen geben hier und da etwas von sich preis, was das Ganze eindeutig interessanter werden lässt.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass der Thriller sehr gut gelungen ist. Ist man erst einmal im Geschehen drinnen, so lässt es sich kaum noch aus der Hand legen.

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