[Rezension] AchtNacht


AchtNacht

Autor: Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur

Genre: (Psycho-) Thriller

Preis: 12, 99€

Seiten: 400

Inhalt:

Es ist der 8.8., 8 Uhr 08.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8.8. jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte wäre eine AchtNacht lang vogelfrei, geächtet. Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten – und würde mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel.
Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Meiner Meinung nach echt spannender Lesestoff für Thriller-Fans. Die Idee kam Fitzek, als er mit seiner Frau „The Purge“ im Kino anschaute, wo es den Menschen in den USA an einem Tag im Jahr straffrei erlaubt ist, andere zu töten, damit die Nation an allen anderen Tagen in Frieden leben kann. Fitzek aber hat die Idee abgewandelt – in seinem Buch heißt es nicht „alle gegen alle“, sondern „alle gegen einen“.
Im Buch begleitet man die Hauptperson, Benjamin Rühmann, auf einer rasanten Flucht, im Laufe derer er sich nicht nur vor blutdurstigen Massen behaupten, sondern auch seine körperlich behinderte Tochter retten muss.
Wie es für einen Fitzek-Thriller üblich ist, gibt es einige gleichermaßen erschreckende wie überraschende Wendepunkte, die alles auf den Kopf stellen und die Abgründe der menschlichen Bösartigkeit – sofern sie ans Tageslicht kommt – beleuchten.
Benjamin Rühmann ist kein Held, im Gegenteil, er ist ein Versager, der in seinem Leben zahlreiche falsche Entscheidungen getroffen hat, aber letztlich ein liebender Vater und eine liebenswürdige Person ist. Das ist es, was ich an Fitzeks Büchern liebe. Dass er die Menschen beschreibt, wie sie tatsächlich sind – schwache Wesen, die gute und schlechte Entscheidungen treffen.

Fazit:

Für Psychothriller-Fans mit Sicherheit lesenswert. Vor allem, wenn man auf die altbekannten Verfolgungsgeschichten steht, in denen die Personen vor bestimmten Menschen flüchten müssen. Ein bisschen á la Dan Brown, nur ohne den geschichtlichen Hintergrund.
Liest sich schnell und flüssig.

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