[Rezension] Under Ground


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Über das Buch:

Autor: S.L. Grey

Verlag: Heyne

Genre: Thriller

Preis: 13€ (Broschiert)

Seiten: 384

Inhalt:

Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker – das Sanctum –, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.

Meine Meinung:

Bereits am Anfang findet man eine Zeichnung des Bunkers mit den Wohnungen, deren Bewohnern und allen weiteren Stockwerken, was es leichter gemacht hat, sich das Sanctum vorzustellen und sich daran zu orientieren, wer wo wohnt. Allerdings sind es so viele Personen, dass ich immer wieder die erste Seite aufgeschlagen habe, um zu überprüfen, wo genau wer wohnt und auf welchem Stockwerk was ist. Zwar liest man nur die POVs der wichtigsten Personen – ein Glück, manche Charaktere sind so überzeugend schreckliche Zeitgenossen, deren Ansicht möchte man gar nicht erst lesen -, doch es sind dennoch 6-7 Personen, die alle unterschiedlich denken, handeln und aussehen, sodass ich persönlich manchmal mitten im Kapitel wieder vorblättern musste, um zu gucken, wessen Perspektive ich gerade lese. Gegen Ende wurde das zwar leichter, aber Anfangs war es noch sehr verwirrend.
Direkt im Prolog wird der ’schockierende‘ Todesfall angekündigt, dann findet man sich plötzlich einige Zeit vor dem Unglück wieder und sieht zu, wie die Bewohner einziehen – ein missglückter Versuch, Spannung aufzubauen. So weiß man sofort, wer die Leiche entdeckt und über was sich anschließend alle streiten. Nach dieser kurzen Einleitung liest man erst einmal eine Weile, bis die Person dann tot aufgefunden wird. Und auch die Personen scheinen allesamt einen an der Klatsche zu haben, was echt zuviel ist und manchmal wirkt, als wäre man bei Promi Big Brother gelandet oder was weiß ich.

Zwar gibt es viele Perspektiven, doch der Schreibstil passt sich im Grunde immer dem Weltbild der beschriebenen Person an und wird deutlicher, je mehr man liest. Es wird schon recht schnell klar, wer die psychopathischsten Ansichten hat und wen man am meisten mag. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und gut verstehen, ist gut in der Länge und hat ein halbwegs plausibles Ende. Das ist doch schonmal was!

Fazit:

Ich gebe dem Buch 3,5 von 5 Sternen, da die Grundgeschichte viel Potential hat, es aber leider nicht ausgeschöpft wurde und auch das Virus nur kurz angeschnitten wurde.

 

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