[Rezension] Dornenkleid


Über das Buch:

Autor: Karen Rose

Verlag: Knaur HC

Genre: Thriller

Preis: 16.99 € (Broschiert)

Seiten: 928

Inhalt:

Cincinnati, Ohio: Der Journalist Marcus O’Bannion ermittelt mit Detective Scarlett Bishop in dem brutalen Mord an einer jungen Philippinerin, die von einem skrupellosen Menschenhändler-Ring als Sex-Sklavin in die USA gelockt wurde. Um ihr Kartell zu verteidigen, gehen die Verbrecher über Leichen. Marcus und die hübsche Scarlett, die anfangs nicht ahnen, wie tief der Strudel aus Gewalt, Sex und Drogen reicht, müssen bald alle Register ziehen, um die Bande zu stoppen, denn auch für sie beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Meine Meinung:

Wie ich bereits bei Dornenmädchen sagte: Karen Rose baut alle ihre Bücher gleich auf. Allerdings schafft sie es, dass das nicht so derartig abgestumpft wirkt, dass es ein Déjà – Vu Erlebnis auslöst, sondern baut immer wieder Wendungen ein, die einfach Überraschend sind. Im Prinzip ist jedes Buch wie das andere, und gleichzeitig etwas vollkommen eigenes. Der Schreibstil ist spannend bis zum Schluss, und gerade die Tatsache, dass man den Täter von vornerein kennt macht das Buch so interessant. Klar, die Geschichte der Ermittlungen und der Protagonisten sind wichtig zum Verständnis, keine Frage, aber das Beste ist die Perspektive der Bösen Seite, die irgendwie immer größer wird und dann wieder kleiner, aber nie so, dass einem schwindelig wird von dem ganzen hin und her. Gerade die Story hat mir sehr gut gefallen, da es wirklich wenige wirklich gute Bücher gibt, die sich mit dem Thema Menschenhandel auseinandersetzen – oder sie fallen mir einfach nie in die Hände. Die Ergebnisse, durch die die Hauptpersonen den Bösen auf die Schliche kommen sind logisch hergeführt, ein Zeugnis guter Informationen. (Achtung, klitzekleiner Spoiler) Lediglich eine kleine Szene am Ende hat mich ein kleines bisschen verstört, allerdings scheint es in Thrillern beinahe schon notwenig zu sein, dass sich ein professionell gefesselter Typ mithilfe eines Messers befreit, jemand anderes umbringt und flieht.
Die Liebesgeschichte, die wieder einmal dabei war, ging meines Erachtens einfach zu schnell. Man könnte jetzt argumentieren, dass sich der perfekt scheinende Marcus und die eventuell leicht gestörte (positiv gestört!) Scarlett seit gut neun Monaten kennen, bevor sie sich ein weiteres Mal begegnen, allerdings sind weniger als achtundvierzig Stunden ein Paar, und das hat mich ein wenig gestört. Wirklich jeder einzelne Protagonist in irgendeinem von Karen Rose‘ Büchern scheint nach jahrelanger erfolgreicher Suche auf einen Schlag die große Liebe finden – inmitten eines Kriminalfalles, schließlich können sie sich ja nicht beim Einkaufen über den Weg laufen. Und jedes Mal verlieben sie sich sofort, wenn sie nur eine Stimme hören. Nennt mich pessimistisch, aber das gefällt mich nicht unbedingt.

 

Habt ihr das Buch gelesen? Wenn ja, wie fandet ihr es?

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