Jubes Jubiläum


Hallöchen ihr eifrigen Leser,

Wir (Lea & ich) haben uns, anlässlich unserer 200 Follower etwas einfallen lassen.
200 ist schon eine große Zahl und da dachten wir feiern wir es!
Aber natürlich feiern wir, wie Bücherfreunde am liebsten feiern.
Nämlich mit einer Geschichte.
Hier schon mal ein fettes Dankeschön an euch alle, dass Ihr den Blog zu dem macht, was er ist und ein dickes Dankeschön an Lea, dass ich an all dem Teil haben durfte.
Dankesrede? Check! Weiter zum Jubiläum:

Lea und ich werden zusammen eine Geschichte schreiben mit einem offenen Ende und da kommt Ihr ins Spiel! Die Teile werden innerhalb zwei Stunden veröffentlicht, nachheinander versteht sich.
Ihr könnt euch selber das Ende ausdenken und es in der Kommentar Box oder auf eurem Blog selber posten und uns dann dort verlinken, damit wir euer Ende auch auf jeden Fall sehen 🙂
Derjenige der ein Ende schreibt, welches uns am besten gefällt, gewinnt unser Jubiläums Special und wird dann bei uns auf dem Blog vorgestellt (einen materiellen Gewinn gibt’s diesmal leider nicht :P).

Wir freuen uns schon auf eure Ideen und sind gespannt wie dieses Experiment ausgehen wird!
DANKESCHÖN ❤

Erster Teil (Dilara)

Die Geschichte, wie ich meine Liebe traf, ist anders als andere. Und dennoch nur eine von vielen. Ich traf meine Liebe auf eine ganz besondere Art und Weise und trotzdem wie jeder andere. Wir waren ungewöhnliche Individuen, dessen Sehnsucht zueinander uns innerlich zerriss. Und dennoch… Wir waren niemals so besonders wie wir dachten.
Doch dies ist meine Geschichte, meine Geschichte über den Mann, den ich liebte und über den Krieg, der unsere blutigen Herzen auseinander riss.
Wir waren noch Kinder, kleine Kinder die die Farbe der Unschuld trugen. Kinder wie du und ich. Wir waren rein, oh, wir waren so rein, dass wir nur durch Liebe hätten leben können.
Er und ich wuchsen miteinander auf, er war der coole Nachbarsjunge, der die Straßen mit seinem alten, dunkelblauen Skateboard herunter fuhr. Und ich die schüchterne Schönheit, die ihn lieber heimlich beobachtete anstatt mit ihm zu reden. Wir waren grundverschieden und dennoch gleich. Unsere Häuser lagen gegenüber, er wohnte in einem richtigem Haus. Mit eigenem Garten und einer Terrasse mit wunderschönen Fließen. Die eine blau, die andere rot. Kunterbunt. Im Sommer fingen sie an zu funkeln und zu glitzern, wenn die warmen Sonnenstrahlen auf sie prahlten. Die bunten Farblichter fingen an zu tanzen. Es war ein faszinierendes Schauspiel, die eine Farbe jagte die andere im Gesicht der Sonnenstrahlen.
Ich konnte dieses Schauspiel jeden Tag von meinem Zimmer aus sehen, wenn ich wieder heimlich aus dem Fenster guckte.
Unsere Wohnung war nicht so schön wie seine. Wir hatten kein Haus. Wir waren nicht von hier, wir konnten uns ein großes Haus nicht leisten. Ich war Acht, als wir von Nepal hier rüber kamen. Wir waren drei Mädchen und vier Söhne und hatten nichts, was uns alleine gehörte. Wir wohnten im dritten Stock in einem grauen Mehrfamilienhaus. Die Farbe des Hauses passt zu den Leuten, die es bewohnen. Grau. Nichtssagend. Langweilig. Unscheinbar.
Wir waren genauso verschieden, wie unsere Häuser.
Er war auffallend. Voller Lebenslust, er war bunt. Er war bunt und jagte den warmen Sonnenstrahlen nach.
Ich nicht. Zwar war ich schön, ich war wunderschön. Das wurde mir oft genug gesagt.
„Es macht nichts, wenn du eine verottete Persönlichkeit hast. Du bist wunderschön mein Kind, du wirst reich heiraten. Und dann, ja dann, wirst du uns nie mehr zu Last fallen. Weil du wunderschön bist.“
Der Satz war wie eintattoowiert. Meine Mutter machte mir sehr früh klar, dass ich nichts bin. Nichts, außer schön. Ich war etwas, was mit dem Fluch der Schönheit gebrannt markt wurde.
Nie mochte mich jemand wegen meiner Schönheit. Doch er fing an mich zu lieben. Er liebte mich, obwohl mich sonst kein anderer lieben konnte.
Ich beobachtete ihn und sein wunderschönes großes Haus immer, wenn ich aus meinem Fenster guckte. Von dort aus, konnte ich direkt in sein Zimmer und auf die Terrasse gucken. Ich wusste, dass er gerne Fußball spielte und das seine Mutter ihn immer anschrie, wenn er wieder gegen die Wand hämmerte, wenn er wütend war. Ich wusste, dass sein Vater immer schon im April anfing zu grillen und dass seine Mutter jeden Dienstag das Haus und die Terrasse putzte.
Es war befreiend für mich ihn zu beobachten, ich hatte keine Freunde und meine Familie verachtete mich. Die Mädchen in der Schule schließen mich immer aus, weil sie eifersüchtig waren. Ich weiß, dass sie eifersüchtig waren. Und weil ich schlecht bin. Ich bin von innen drin verrottet. Deswegen war ich alleine weil jeder in meiner Nähe angesteckt und vergiftet wurde.
Und so vergingen meine Tage. Ich weiß nicht, was ich von ihm wollte und warum er mich so anzog. Doch irgendwas hatte er, dass er mich von der ersten Sekunde in seinem Bann hatte. Er war die Sonne und ich der Mond. Er war das Licht und ich der Schatten. Ohne ihn gäbe es kein mich.
Das wusste ich. Ich wusste nicht viel, doch das wusste ich ganz genau. Er war die Luft, die ich einatmete und die mich zum beben brachte.
Er war das Wasser, dass durch meine Kehle lief und mich reinigte.
Er war die Sonne, die selbst den dunkelsten Platz erleuchtete.
Ich saß manchmal draußen auf dem Bürgersteig. Mit meinem schönen hellblauen Kleid und meinen Rüschen Socken. Ich saß einfach nur da und sah ihm zu, wie er und seine Freunde mit Kreide ein Fußballfeld auf die Straße malten.
Sie waren so begeistert und aufgeregt. Nach einer kurzen Zeit, waren sie fertig und teilten sich in Teams auf und versuchten zu gewinnen.
Das Spiel hatte mich nicht gereizt. Auch nicht die Kreide.
Doch irgendwas, war da, was mein Verlangen antrieb, was meine Fantasie verrückt werden ließ, meine Vorstellungskraft überschritt.
Ich stand schwungvoll auf, lachte. Sie riefen mich zu sich, ich sollte im Tor stehen. Ich schrie als ein Ball auf mich zu kam. Doch beim zweiten Ball blieb ich knallhart stehen und schmiss mich dem Ball entgegen. Obwohl meine Knie schon aufgeschürft waren, lachte ich. Ich lachte aus tiefster Seele heraus. Ich gehörte hier hin. Das waren meine Freunde und er war mein Himmel.
Doch das war leider nicht die Realität. Ich saß immer noch alleine und stumm auf dem Bürgersteig. Ich hörte Ihnen zu. Das Geräusch, wenn sie gegen den alten Ball treteten. Das Gebrüll wenn einer von ihnen geschummelt hatte. Ich nahm all das war.
Doch ich war kein Teil davon. Ich war alleine.
Ich schaute ihnen weiter zu, einer hatte mal versucht mit mir zu reden, doch ich rede nicht mit ihnen. Ich rede nie. Die Worte die aus meinen Mund kommen, sind schlechte Worte. Niemand möchte schlechte Worte hören.
Und so sah ich ihnen zu. Seine Mannschaft führte, mit zwei Punkten. Ich zählte mit. Sein Ellenbogen war ein bisschen aufgeschrappt.
Gerade als einer der anderen Jungs, versuchte den Ball in das Tor zu schießen, knickte er um und traf den Ball nicht ganz richtig. Er stöhnte kurz vor Schmerz, als er hinfiel.
Und der Ball rollte in meine Richtung. Er war nur noch eine gute Armlänge von mir entfernt und blieb langsam stehen.
Ich weiß noch ganz genau, dass ich damals nicht wusste was ich machen sollte. Ich war nur ein Zuschauer. Ich war kein Protagonist, ich sollte mich nicht einmischen. Nicht mitspielen.
Ich war ein niemand. Doch wenn ich diesen Ball berühren würde, dann würde ich zum Leben erwachen. Und wenn ich leben würde, dann würde ich Gefühle zulassen. Dann würde ich weinen, verletzt werden und untergehen. Und ich wollte nicht zum Leben erwachen.
Also blieb ich einfach nur da sitzen. Still. Und starrte den Ball an.
Ich ignorierte die Rufe der Jungs, die mir zuriefen, ich solle den Ball rüber werfen. Ich war wie paralysiert.
Doch dann kam er. Er riss mich aus meiner Welt, als er ungefähr eine Armlänge von mir entfernt stehen blieb und sich bückte um den Ball zu holen. Als er sich umdrehte und zum Sprint ansetzte, um so schnell wie möglich wieder zurück zum Spiel zu kommen, drehte er sich noch einmal kurz um. Seine Haare wirbelten umher und die Sonne strahlte in seine Augen. Er drehte sich um und grinste mich an. Er sah aus wie ein Idiot.
Wie er da stand und mich angrinste. Doch es war das schönste Lächeln, dass ich jemals gesehen habe.
„Hi, Na?“ Diese Worte schallten noch fünf Minuten später, als er schon längst wieder im Spiel war, in meinem Kopf nach.
‚Hi, na?‘ Mit meinem Lippen formte ich lautlos seine Worte nach.
Etwas warmes kam in mir hoch. Es brannte schon fast. Meine Hände wurden schwitzig und mein Herz pulsierte schneller.
Meine Haare standen ab, als wäre mir etwas den Rücken runter gelaufen. Ich hatte Gänsehaut. Und alles an mir kribbelte. Mir wurde ein wenig übel.
Ich lebte. Ich lebte wieder. Hi, na?
Ich lebte. Durch dich, lebte ich wieder. Deine Worte waren der Grund, warum wieder Blut durch meine Adern fließ. Ich lebte. Und das dank dir.

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10 Gedanken zu “Jubes Jubiläum

  1. chaoskingdom schreibt:

    200 ist echt super und auch die Idee ist gut, ABER sorry ihr Süßen, ich muss jetzt mal etwas zu eurem Text sagen. Der Hintergrund und die Idee ist gut. Kann man was draus machen. Aber mit der Rechtschreibung, der Grammatik und mit Zeitformen habt ihr es nicht so, was?
    Vorallem die Kommasetzung hat mich beim Lesen fertig gemacht. Bei Geschichten solltet ihr euch auch entscheiden in welcher Zeit ihr erzählt, ihr könnt nicht in einem Satz die Tempora verändern.
    Das liest sich dann auch richtig blöd.
    Achtet da mal das nächste Mal drauf.

    Tausend Küsse, Vera.

    Gefällt 2 Personen

    • Didi schreibt:

      passiert ab und zu wenn man das nachts iwan hinballert aber muss auch ehrlich sagen mir ist sowas total egal. für mich ist das ein blog, keine deutsch klausur und ich schreibe hier so wie wenn ich am handy sms tippe, einfach total chaotisch 😀 solange man die gefühle richtig rüber kommen und die geschichte den lesern gefällt und jeder spaß an der sache hat, stört es mich persönlich überhaupt nicht.
      trotzdem danke für deinen tipp
      liebste grüße, didi

      Gefällt mir

      • Didi schreibt:

        und ich hoffe du hast auch verstanden, dass die zwei texte separat von zwei unterschiedlichen schreibern geschrieben wurden.
        der eine teil ist nur von mir, der andere nur von lea. wir haben unterschiedliche stils und jeder hat seinen teils so geschrieben, wie ihm es gefallen hat. wir haben unsere storys jewals nur inhaltlich aneinander angepasst

        Gefällt mir

  2. Worte sind Wind schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch 🙂
    Bis wann kann man denn das Ende schreiben? Bin zwar Hobbyschreiberin, aber momentan sehr mit eigenen Geschichten beschäftigt, wenn ich denn mal zum schreiben komme. Aber villeicht habe ich ja doch irgendwann noch Zeit. Mal sehn.
    Lg Moana

    Gefällt 2 Personen

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