Photograph – Wait for me to come home (Epilog)


Ich wünsche euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest!

Müde ließ ich mich auf das Sofa fallen. Ben war endlich im Bett, doch es hatte Ewigkeiten gebraucht bis er eingeschlafen war. Dagegen war Sophie ein wahrer Engel, wenn es um das Schlafen ging. Das war allerdings der einzige Punkt, in dem sie sich von ihrem großen Bruder unterschied. Die beiden hatten so viel gemeinsam, dass es mir manchmal Angst machte. Seufzend sah ich auf die Uhr an der Wand. 22 Uhr. Oh Gott, so spät. Ein Glück, dass morgen Samstag war und ich somit nicht zur Arbeit musste. Und Flo… Der hing irgendwo in Afrika rum. Ärzte ohne Grenzen eben. Erst gestern hatte er mir mittgeteilt, dass er an meinem Geburtstag morgen nicht kommen könnte. Was bedeutete, dass ich mit meinen Eltern und den Kindern feierte. Ohne meinen Mann. Dabei wird man doch nur einmal dreiunddreißig! Ich zumindest. Wie von selbst fielen mir meine Augen zu, ich fiel in einen traumlosen Schlaf, der viel zu kurz war. Denn keine vier Stunden später – was ich der Uhr entnahm – spielte mein Handy lautstark Mamma Mia! von Abba ab. Man musste sich ja an die Klassiker erinnern, oder? „Wasn?“, gähnte ich zur Begrüßung. Auf den Bildschirm hatte ich nicht geguckt und somit wusste ich nicht, wer am anderen Ende der Leitung war. Die klärte ich aber alsbald: „Alles Gute zum Geburtstag“, rief Flo glücklich. Meine Laune besserte sich schlagartig. „Flo!“, rief ich begeistert aus – dann fiel mir seine gute Laune auf. „Warum so gut drauf?“, fragte ich also leicht misstrauisch. „Keine Ahnung. Gott, ich hasse Ärzte ohne Grenzen. Ich meine, die lassen mich nicht mal zu dir! Dabei wird man nur einmal dreiunddreißig!“ Schmunzelnd lauschte ich seinen Worten, wurde aber jäh von dem Klingeln der Tür abgelenkt. „Hat es gerade geklingelt?“ Flo klang verwundert. Zu verwundert. „Wird wahrscheinlich irgendsoein Sektentyp sein, der nur Nachts Leute anwirbt“, gab ich zurück. „Aber willst du nicht aufmachen? Es könnte wichtig sein.“ Flo kratzte über irgendetwas, ich konnte es durch die Leitung hören. Aber nicht nur durch die Leitung. Kratzte da nicht irgendetwas an der Haustür? Blitzschnell legte ich auf, warf das Handy auf das Sofa und hastete zur Tür. Innerhalb weniger Sekunden lag ich in seinen Armen. „Ich liebe dich, Jo.“

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