#2 Kurzgeschichten Marathon – Teil 3


Peonies

„Und, was meinst du, was ich tun soll?“

„Wie schon gesagt, vergiss ihn einfach. Hab ich dir von Anfang an schon gesagt!“

„Ist dir eigentlich klar, dass immer wenn du mir solche tollen Ratschläge gibst, ich immer weniger Lust habe, dir irgend etwas zu erzählen?!“

„… Nagut. Okay, dann erzähl nochmal von ganz von vorne. Hast du mit mal drüber geredet?“

„Nein, genau darum geht es ja! Ich habe keine Lust, mich immer bei ihm melden zu müssen. Weißt du, er kann mir doch auch mal schreiben. Es ist so ein erniedrigendes Gefühl, wenn man immer diejenige ist die ankommt. Als ob man als einzige Interesse an der der Beziehung hat, warum kann er nicht auch mal von sich aus etwas machen?“

„Waaaarte, ihr seid zusammen?!“

„Weiß ich doch auch nicht. Wir waren fünf Monate „zusammen“. Wir wollten es langsam angehen, du weißt schon, ich mit meinen scheiß Komplexen. Kann mich halt eben nicht einfach so auf jemanden einlassen. Erst recht weil er mein erster richtiger Freund war. Naja, eigentlich war er ja noch nicht mal mein Freund. Was ’n Scheiß… “

„Warum hat er  dich denn nicht mal nach einer Beziehung gefragt? Habt ihr jetzt was anderes? Ich versteh eure Situation nicht ganz.“

„Nooohhhh, dann halt nochmal von vorne. Extra für dich“

„- Du brauchst mit mir nicht so reden, als wäre ich doof. Du weißt, dass ich das nicht ab kann und selber Schuld, wenn dein Liebesleben komplizierter als eine Matrizen Rechnung ist.“

„Jaja, okay. Sorry. Darf ich anfangen?“

„Schieß los.“

„Aaaaalso: Wir waren ca 3 Jahre schon befreundet, weißt du ja neh?“

„Jup.“

„Genau, auf jeden Fall wurden wir halt beste Freunde. Wir dachten beide, wir wären Seelenverwandt weil wir uns nie geritten haben. Kein einziges mal. Ich konnte ihm wirklich blind vertrauen und er hatte immer irgendeine feste Freundin, von daher waren Gefühle füreinander eh nicht wirklich ‚erlaubt‘.“

„Girlscode halt.“

„… Dann, nachdem er mit seine Freundin Schluss gemacht hatte, haben wir uns getroffen und über uns geredet und er sagte mir, dass ich perfekt sei und dass er mich liebt. Ich meine Hallo?! Ich und perfekt? Diese zwei Wörter passen einfach nicht zusammen aber man war ich glücklich. Ohne Mist, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, als er es mir gesagt hat.“

„Du grinst gerade auch schon wieder, du Idiot.“

„Ich war halt verdammt glücklich! Auf jeden Fall, haben wir es dann miteinander ausprobiert. Jede Woche einmal getroffen und ich habe ihn mehr geliebt, als jeden anderen. Er hat sogar schon über unsere gemeinsame Zukunft geredet. Du weißt, was für ein großer Schritt das für mich war.“

„Ja, tue ich… Aber glaubst du nicht, dass du doch ein wenig zu naiv gewesen bist? Hättest du nicht so schnell nachgegeben, wärst du jetzt nicht in Kummer.“

Dilara ❤

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