same old love


elen ist 19 und verwirrt. wie jedes mädchen. oder wie jeder mensch? sie versucht den sinn des lebens zu erkunden und hofft, sich dabei selber zu finden. ihr vater hat sie vor 4 jahren verlassen, ihre mutter ist nie da, sie hat 4 geschwister, 3 hamster, 2 katzen und eine depression. in dieser geschichte geht es darum, wie elen das alltägliche leben meistert. es geht um beziehungen, beziehungsenden, freundschaften, angst, chaos und langeweile. ganz normal eben. doch elen will was ändern, auch wenn sie es noch nicht weiß. sie möchte den weg zum glück findet.

der wind wehte ihre haare zurück und schlagartig begannen ihre ohren kalt zu werden. sie zog den reißverschluss ihrer jacke, bis nach oben hin und band sich ihren schal um ihre untere hälfte des gesichts. sie wühlte in ihrer tasche um die mütze, die sie sicherheitshalber eingepackt hatte, zu finden und holte sie heraus und zog sie sich über den kopf. so weit nach unten, bis man noch nicht mal mehr ihre augenbrauen erkannte. ’so. perfekt.‘ eingemummt in einer vielzahl von klamotten schichten, konnte der kalte winter wind ihr nichts mehr. allein ihre beine und knöchel zitterten ein wenig, wenn der wind wieder an ihr vorbei wehte. sie guckte auf den display ihres handys. ’schon 6:50. Mist.‘ eigentlich hätte sie schon vor 10 minuten los laufen müssen, um einigermaßen pünktlich zur arbeit zu kommen. doch nun würde sie definitiv zu spät kommen. ’soll ich rennen? lohnt sich das?‘ elen schaut sich noch einmal heimlich um, um sicher zu gehen, dass keiner ihrer nachbarn sie sehen würde, wie sie verzweifelt los joggen würde, um es noch rechtzeitig zu schaffen. ‚Jalousien, unten. check. vor mir, hinter mir? niemand. check.‘ weit und breit war elen, die einzige person, die auf war. so kam es ihr jedenfalls vor. es war winter, das hieß, elen erwachte vor der sonne. und da ferien waren, erwachte sie auch vor allen anderen. doch genau das liebte sie. jeden morgen, wenn sie wieder früh aufstand und mühselig ihr warmes bett verließ und sich auf den weg zu arbeit machte, das haus verließ und auf den bürgerstreig tritt, hielt sie inne. sie schloss die augen und atmete tief ein. sie spürte die kalte luft in ihrer nase. manchmal schmerzte es sogar ein wenig. doch das war egal. elen liebte den winter. und besonders liebte sie es, früh aufzustehen. früher als ihre nachbarn und die sonne. so früh, dass sogar noch die tiere des waldes schliefen. denn nur dann lauschte sie zu der puren stille, die jeden winter morgen umgab. der boden war noch von schnee bedeckt, er war eben. wie eine dicke, weite schicht, breitete er sich über dem asphalt aus. wie ein mantel legte er sich um die bäume und die erde. man erkannte noch nicht mal mehr die farbe der hausdächer. alles war weiß, vom schnee berührt. es war totenstille. nichts regte sich. ihr kam es so vor, dass alles, was der winter anfasste, in einen tiefen schlaf fiel. so als ob, der winter durch den schnee kommunizieren wollte. ‚mit der ruhe und der kälte, redete er. er interagierte mit uns.‘ elen öffnete ihre augen und starrte fesselnd in den himmel hinauf. man konnte sogar noch ein paar sterne erkennen, doch die farbe des himmels änderte sich schon langsam, in ein dunkel blau. es wurde morgen. elen entschied sich gegen die entscheidung, zur arbeit zu joggen. ‚ich bin eh schon zu spät. auf 10 minuten mehr oder weniger kommt es nicht an.‘ sie hatte keine lust schneller zu gehen, sie wollte nicht durch die weiße decke des schnees laufen. er sah so schön und vollkommen aus. wenn sie einen schritt hinein wagen würde, wäre diese vollkommenheit zerstört.

eine neue kurzgeschichte, wird wahrscheinlich nur ein paar kapitel haben.
Dilara ❤

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7 Gedanken zu “same old love

  1. tarlucy schreibt:

    brrr….da friert es mich beim Lesen…..Elen mag Dinge, dich ich nicht mag….Kälte und früh morgens aufstehen um zur Arbeit zu gehen…..ich stehe um 3:50 auf….anders ist es um die wach werdenden Vögel zu hören…dann ist es schön….brrr 🙂 bin auf die Fortsetzung gespannt

    Gefällt 1 Person

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