Kurzgeschichten Marathon – 1


Da ich, um weiter an der Story „das hellblaue Schaf“ zu schreiben, erst einmal eine Ordnung in dieses ganze Chaos reinbringen muss, habe ich mir gedacht, ich mache erstmal einen Kurzgeschichten Marathon. Ich versuche die nächsten 5 Tagen fünf verschiedene Kurzgeschichten zu schreiben, um somit mein Kopf ein bisschen frei zu kriegen und fange dann endlich mal wieder an, an meiner Hauptstory zu schreiben.
Hier mein first try:

Riversea

Eine Schweißperle kullerte mir an der Schläfe hinunter. ‚Verdammt, war das heiß.‘ Ich sog meinen letzten Schluck aus meiner Capri Sonne, bis sogar keine Luft mehr drinne war und sie sich zusammen zog. Genervt über den Verlust meines kalten Getränkes, schmiss ich die leere Packung in den Mülleimer. Ich hob meinen Kopf und blinzelte in die pralle Sonne, die seit 3 Wochen einfach nicht verschwinden wollte. Ohne Sonnenbrille hielt ich es keine 4 Sekunden aus. „Karla! Komm schnell, das wirst du nicht glauben!“ Marco winkte hektisch vom Flussufer zu mir. Irgendetwas hatte er entdeckt, was anscheinend so aufregend war, dass er mich rief. Normalerweise rief er mich nie, wenn er etwas entdeckte. Noch nicht mal, als er die tote Nachbarskatze im Gebüsch fand. Ich war gespannt aber zögerte noch ein wenig. ‚Marco kann sich für alles begeistern. Es könnte einfach nur ein komisch geformter Stein sein, der seine Aufmerksamkeit geweckt hatte. Lohnt es sich dafür aufzustehen?‘ Bis zum Flussufer waren es locker 20m und weit und breit kein Schatten. Ich müsste also mein kühles Plätzchen verlassen, mich dazu überwinden mich aufzuraffen und aufzustehen und meine letzten Energiereserven aufbrauchen, um zu Marcos neuem Fund zu maschieren. ‚Mhh…‘ Ich wiegte meine Vor- und Nachteile vorsichtig im Kopf ab. Doch Marco riss mich aus meinem Gedanken. „Klara, jetzt komm endlich! Reg mich nicht auf! Du wirst sehen, es ist echt ultra abgefahren.“ – „Meine Fresse Marco, nerv mich nicht. Ich komme schon.“ Genervt und seufzend, den leise gebe ich nie nach, gab ich mich geschlagen. „Was willst du mir den so großartiges zeigen, mh?“ Die Provokation in meiner Frage überhörte Marco einfach. Ich trottete weiter, bis ich am Flussufer bei Marco stand und schaute ihm neugierig über die Schulter. „Alsoooooo…?“ Er hatte meine Neugier ein bisschen geweckt, doch ich konnte beim besten Willen wirklich absoult nichts großartiges erkennen. Ich folgte Marcos Blick, um mir meine Frage selber zu beantworten. Doch da war nichts. Sein Blick war auf das Wasser gerichtet. Ein paar Blätter, eine Kaulquappe und ganz viele kleine Steinchen lagen im Wasser. Aber weit und breit nichts besonderes. Die Sonne spiegelte sich an der Wasseroberfläche und es machte den Anschein, als ob es glitzern und funkeln würde. „Marco, willst du mich verarschen? Hast du mich gerufen, damit ich mir das Wasser angucke?“ Meine Augenbrauen zogen sich verägert zusammen und ich packte Marco an der Schulter um ihn zu rütteln, da er immernoch wie gebannt auf das Wasser starte. „Marco!“ ‚Mein Gott, was ist denn los mit ihm? Den Mist hätte ich mir auch sparen können. Warum bin ich auch so blöd gewesen und habe auf ihn gehört?‘ Das letzte mal wo ich auf ihn gehört habe, bin ich von unserer Hausmauer gesprungen und bin beim Aufkommen so fies umgeknickt, dass sich mein Sprunggelenk überdehnt hat und ich mir den Fußknöchel verstaucht habe. 2 Wochen musste ich dank ihm eine Schiene tragen und konnte nicht am Jersey Marathon teilnehmen.
„Marco, mir reicht’s. Ich gehe wieder zurück. Das kotzt mich gerade echt an.“ Frustriert lasse ich meine Schultern sacken und wende mich Marco und dem Flussufer ab. Als ich gerade wieder Richtung kühles Plätzchen gehen wollte, packt mich Marco am Handgelenk. „Was zum… Lass mich los.“ Ich versuchte mich von seinem Griff zu lösen, doch er hält mein Handgelenk robust fest. Beeindurckt und erstaunt über seine Stärke, muss ich den Wiederstand aufgeben. Marco ist immer noch dem Flussufer zugewandt. Das einzige, was sich zu mir gerichtet hat, ist sein Arm, der mich wieder Richtung Ufer ziehen will. Mit einem eigenaritgen und mulmigen Gefühl im Bauch, hocke ich mich neben Marco, meine Hände lege ich auf meine Knie. So ernst und ruhig war er bisher noch nie. Normalerweise kann er nie still sitzen und interessiert sich alle 2 Miunten für etwas neues. Und jetzt start er nun seit 10 Minuten den Fluss an. Ich wende mich nach Marco um ihn zu fragen, was das alles soll.
Mein Mund klappte auf, als ich Marcos Gesicht sah. Seine Augen hatten sich verändert, sie waren nicht mehr dunkel braun. Sie hatten eine ganz andere Farbe bekommen. Viel mehr, hatten sie überhaupt noch eine Farbe? Seine Augeln funkelten, wie als wären eine Millionen Sterne in ihnen. Sie reflektierten nicht das Licht der Sonne, sondern nahmen es auf. Sie waren das Licht. Er sah aus, wie ein anderer Mann. Die Stärke und dieses Magische in seinen Augen. Wo kam das her? „Marco was is…“ – „Sht.“ Marco legte seinen Zeigefinger auf seinen Mund und deutete danach in das Wasser hinein. Spannung lag in der Luft. Was war es, was Marco mir unbedingt zeigen wollte? Was ihn so verzaubert hat? Ich folgte langsam seinen Arm und der Richtung in der er zeigte.

„Oh… mein…Gott…“


Dilara ❤

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