Glücksgefühle – Kapitel Zwei


„La Liberté éclairant le monde“, bemerkte Max, während ich nur mit offenem Mund die Größe der Freiheitsstatue einzuschätzen versuchte. War ziemlich schwer, 93 Meter gleichzeitig im Blick zu behalten. Als wir uns im Battery Park die Eintrittskarten geholt hatten und auf die Fähre gestiegen waren, sah die Statue doch noch kleiner aus als nun, wo wir praktisch direkt davor standen. „Lass uns los“, sagte ich zu Max, da ich die Aussicht von dort oben genießen wollte. Nur die Treppen, die wir dafür hoch mussten, waren gemein. Doch als ich leicht außer Atem oben angekommen war, wurde mir bewusst, wie sehr sich der Aufstieg gelohnt hatte. Wir befanden uns direkt in der Krone der Lady Liberty, ein paar der Fenster dort waren geöffnet, sodass wir perfekt über die Metropole New York sehen konnten. Es war wunderschön. Während ich den Ausblick genoss, holte Max seine Kamera hervor und schoss Bilder. Er wollte am Ende des Tages alle guten Bilder auf seinen Laptop laden und sie seiner Schwester schicken. Jeanne liebte New York, ihr größter Traum war eine Wohnung dort. Doch dank ihrer Minderjährigkeit saß sie noch immer bei ihrer Mutter und ihrem Stiefvater fest.
350 Fifth Avenue, New York, NY 10118. Das zweithöchste Gebäude New Yorks sah von unten noch größer aus als die Freiheitsstatue. „Bitte lass es einen Aufzug geben“, flehte ich, als ich Max in das Innere des Bauwerkes folgte. Er schleppte mich durch das zweite Stockwerk, das mich gelinde gesagt nicht sonderlich interessierte. Ich wollte einfach nur die Aussicht genießen, den Rest konnte ich an anderen Tagen auch noch besichtigen. Schließlich wohnte ich nun hier, da konnte ich das. Schlussendlich landeten wir mit einer italienischen Familie in einem der Hochgeschwindigkeitsaufzügen, die uns in das 86. Stockwerk bringen sollte. Mir graute es vor diesen Aufzügen, doch Treppen fand ich dann doch schlimmer, insbesondere, wenn ich 84. Stockwerke hochlaufen musste. Dennoch, die Aufzüge waren schlimm. Umso erleichterter war ich, als wir oben ankamen. Die Aussicht war so fantastisch, dass ich gar nicht mehr in das 102. Stockwerk wollte. Wozu auch, wenn ich geschätzt 60 Kilometer weit sehen konnte? Entzückt nahm Max seine Kamera raus, während ich in meiner Hosentasche nach meinem Handy kramte. Ein Selfie in dieser Höhe musste einfach sein. „Max. Selfie. Jetzt.“ Mein bester Freund drehte sich u, zeigte sein schönstes Zahnpastalächeln. Klick. Anschließend verzog er sein Gesicht zu einer Grimasse, und ich tat es ihm gleich. Klick. Zufrieden drehte ich mich wieder um, schoss noch ein paar Fotos. Ich wollte meine Familie eifersüchtig machen, indem ich ihnen Bilder dieser Aussicht schickte. Ein wenig Schadenfreude musste auch mal sein. Fröhlich setzte ich zu einem Rundlauf auf der Plattform an, schickte derweil ein paar der Bilder in die Whatsapp-Familiengruppe. Gespannt auf die Antworten meiner Familienmitglieder starrte ich auf mein Handy. So vertieft in die ausbrechende Diskussion zwischen meinen Geschwistern bemerkte ich nicht, wohin ich lief. Und so kam es, dass ich in eine Person reinrannte, die ebenso gebannt auf ihr Handy geschaut hatte wie ich. Mein heißgeliebtes Handy schlitterte über den Boden, als ich beinahe umfiel.

Gronkh passt zu mir. Party hard.

Hach ja, ich mache gerne dumme Tests auf Testedich.de. Lieblingshobby und so.

Bisschen spät. Egal.

LG, Lea

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