Glücksgefühle – Prolog


Mühsam bahnte ich mir meinen Weg durch das dichte Gedränge der teils alkoholisierten Menschen, um zu dem kleinen Steg am Ufer des Sees zu gelangen. Erst als ich mich aus der Masse herausbewegte, sah ich den Mann auf dem wackeligen Holzweg. Ich sah meinen Mann. Seine braunen Haare erschienen in dem kalten Mondlicht fahl, der schwarze Smoking noch dunkler als zuvor. Vorsichtig setzte ich meinen Fuß auf ein Brett, zog den anderen nach. Das weiße, bodenlange Kleid raschelte bei jeder Bewegung. Die weißen High Heels verursachten Schmerzen, doch das war mir egal. Denn ich war hier, bei meinem Mann, auf einem kleinen Steg. Zärtlich streckte er seine Hand nach mir aus, die ich ergriff. Vage nahm ich die Bewegungen in meinem Rücken war, spürte, wie mehrere Menschen die brüchigen Bretter betraten. Ich hatte Angst, dass der Steg einbrach, doch diese Angst wurde von dem Gefühl des Glückes übertönt. Zögerlich trat ich näher an den Mann vor mir, der mich sofort an sich zog. Liebevoll blickte er auf mich hinab, ich konnte mich selbst in seinen blauen Augen erkennen. „Es sind noch zwei Minuten bis Mitternacht, Prinzessin. Was machen wir in dieser Zeit?“, flüsterte er so leise, dass nur ich es hören konnte. Ich antwortete nicht, hatte mich in seinen Augen verloren. Meine kalte, schwitzige Hand lag in seiner warmen, die andere ruhte an seiner Brust. Seine frei Hand strich mir eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht. „Du bist wunderschön“, hauchte er tonlos. Wie auf Knopfdruck errötete ich. Ich hatte keine Zeit, etwas zu erwidern, da hinter mir eine Stimme erklang. „Zehn!“, brüllte mein bester Freund angetrunken, wir anderen stimmten in sein Geschrei ein. Gemeinsam zählten wir die Sekunden bis Mitternacht herunter. „Drei, Zwei!“ Meine ‚Eins‘ wurde von den Lippen meines Verlob… nein, meines Mannes gedämpft. „Bereit?“, fragte er, als wir uns lösten. „Bereit“, nickte ich. Er atmete einmal tief durch, ehe wir uns gemeinsam von dem unsicheren Holzsteg abstießen. Das kalte Wasser schwappte über meinem Kopf zusammen, als ich eintauchte. Meine Hand lag noch immer fest in seiner, mein Kleid wölbte sich unter dem Druck des Wassers. Um uns herum durchbrachen weitere Menschen die sonst so ruhige Oberfläche des Großen Sees. Es war wie in dem Traum, den ich bereits als kleines Kind von meiner Hochzeit hatte. Dieser Traum wurde nun real. Es war perfekt.

Bisschen kurz, ich weiß. Egal. Jedenfalls ist das meine neue Story, die vermutlich eher langsam geupdatet wird, wer weiß. In den nächsten paar Tagen kommt jedenfalls nichts, hasst mich nicht dafür.

Ja, das auf dem Cover ist Cara Delevigne. Und ja, so ungefähr dürft ihr euch die Hauptperson vorstellen. Ihr mögt Cara Delevigne nicht? Dann mögt sie woanders nicht, ich für meinen Teil mag sie.

Vorschläge, Fragen, konstruktive Kritik – alles in die Kommentare.

Feedback wäre fast so süß wie Schokolade.

LG, Lea

Advertisements

2 Gedanken zu “Glücksgefühle – Prolog

Hier ist Platz für deine Meinung, sprühenden Optimismus oder sonstige Gedanken :D

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s