das hellblaue Schaf (Teil 2)


11 Jahre ist es nun schon her, seit dem die Allas uns von dem Leben im Untergrund gerettet haben. Es hat lange gedauert, bis wir uns eingewohnt hatten. Doch obwohl wir den Gefahren des Untergrundes entkommen konnten, bestanden uns neue vor. Der dritte Weltkrieg hat bei den meisten Tieren eine Mutation ausglöst, gegen die wir keine Chance hatten. Eine liebliche kleine Schmusekatze war nun eine 1,50 Meter große Raubkatze, die in Agressesivität kaum zu übertreffen ist. Wenn sie jagen, jagen sie meistens zu viert. Sie jagen meistens nur bei Vollmond. Zuerst hörst du nur ein rascheln, dann kommt in dir ein ungutes Gefühl auf. Du weißt, dass du in Gefahr bist. Dein Instinkt meldet sich. Renn! Du blickst zurück und siehst eine schwanzspitze vorbeihuschen. Panik breitet sich in dir aus. Doch bevor dein Gehirn die Warnsignale an deine Beine weiterleiten kann, ist es schon zu spät. Niemand weiß wieso, doch Nebel breitet sich aus. Wenn der dunkel blaue Nebel kommt, dann weißt du, dass die Vollmondwächter dich angreifen werden. Und das schlimme ist, du kannst nichts dagegen tun. Du spürst einen Kloß in deinem Hals. Willst schreien, doch es kommt kein Ton raus. Du willst rennen, fliehen, irgendwas. Doch deine Glieder bewegen sich nicht. Wie versteinert stehst du da und wartest auf deinen Tod. Bisher haben nur 3 Menschen eine Begegnung mit den Vollmondwächtern überlebt. Zwei von ihnen waren völlig verstört. Man versuchte sie dazu zu bringen, zu erzählen was passiert sei. Wie habt ihr überlebt? Wie sehen sie aus? Nichts. Sie fingen an zu lachen. Lautes Lachen, das schallte. Zwei Tage fand man sie am Flussufer. Leblos. Irgendetwas hatte sie gesehen, irgendetwas hat ihnen so sehr zugesetzt, dass sie freiwillig den Weg ins Jenseits eingeschlagen haben. Was war es, was sie dazu gebracht hat? Was haben sie bei dem Angriff gesehen?
Die dritte Person, die überlebt hat, war anders. Meiner Meinung nach war er ein schlechter Mensch. Früher, in den unterirdischen Kolonien, war er der Mann zudem keine Mutter ihr Kind ließ. Ihm umgibt eine Aura, die bedrohlich wirkt. Als würde er aus einem Schatten kommen, aus der Dunkelheit. Und alles was du siehst sind seine Zähne, die er fletscht wenn du an ihm vorbei gehst. Wie ein hungriger Wolf, der auf seine Beute wartet. Ab und an sah man ihm mit einem jungen Mädchen herum laufen. Man hat das Mädchen danach nie wieder gesehen. Also warum hatte gerade er überlebt, während andere qualvoll gestorben sind?
Als man ihn wegen des Überfalls befragte, genoß er es. Er sah die Gelegenheit, sich als eine Art Messias aufzuführen. Er war der, der die Vollmondwächter gezähmt hatte. Sie hatten sich ihm gebeugt und ihn gehen lassen. Er war der, der sie zu zahmen Mitzien verwandelt hätte. Er hatte überlebt. Er war ein Held. Und das ließ er jeden wissen. Und einen Helden brauchten wir alle nur zu gut, das wusste er. Er hatte seine Karten perfekt ausgespielt. Die nächtlichen Angriffe der Vollmondwächter haben uns 10% unserer Bevölkerung gekoste. Die Verluste waren unvorstellbar. Besonders schwer traf es einen, wenn die Vollmondwärter eine ganze Familie ausgelöscht haben. Die Menschen fingen an verrückt zu werden. Sie dachten sie hätten überlebt, sie sind aus dem Untergrund gekommen um die Sonne auf ihren Gesichtern zu spüren. Und nun müssen sie schutzlos mit ansehen, wie Mutationen ihre Kinder, Frauen und Männer verschleppen und fressen. Manchmal fand man nichts anderes mehr von ihnen, als in Blut getrunkene Klamotten. Doch das war auch gut so, denn niemand möchte die Überreste seiner Liebsten finden. Wir fingen langsam an die Hoffnung zu verlieren. Damals waren wir erst, seid drei Jahren an der Oberfläche der Erde und hatten schon 10% unserer selbst verloren. Und dann kam er. Der „Held“. Derjenige, der überlebt hatte und sich selber dem Namen „Konkeran“, was so viel hieß wie ‚Bezwinger‘, gab. Von seinen kleinen Reden, wie er die Bestie bezwungen hat und wie wir es auch schaffen könnten, wenn wir ihm unterwerfen, wurde eine rießen große Propaganda. Die Menschen hatten wieder ein wenig Hoffnung. Er war ein Überlebender. Und er gab ihnen Hoffnung, dass sie sich nicht mehr so sehr fürchten müssten, ihre Kinder zu verlieren.
Doch ich glaube nicht an ihn. Ich glaube nur ans überleben. Und dieser Typ, war definitiv kein überlebender der Vollmondwächter.
Doch nach und nach began unsere Zivilisation zu wachsen. Wir fingen an uns zu ordnen, es entstanden, wie schon unter der Erde, verschiedene Kolonien. Alle waren aufgeteilt mit Menschen, die sich ähnlich waren. Insgesamt gibt es neun. Ich lebe in der Kolonie der Schaffer. In dieser Kolonie leben alle, die neue Ideen und Strategien entwickeln um unser Überleben zu sichern. Mein Vater ist genauso wie meine Großmutter einer der bedeutensten Schaffer. Er hatte die, eine Mauer um unser Volk zu bauen und uns somit vor den Angriffen zu schützen. Niemand sollte mehr die Mauern verlassen, es sei den zur Jagd oder zur Essenssuche. Wenn das Tor zu Mauer einmal aufgeht, dauert es 2 Stunden, bis es sich wieder schließen lässt. Es wäre zu gefährlich für die restlichen, wenn jeden Tag jemand das Tor öffnet.
Eine andere Kolonie, die weißen Räte, waren dafür zuständig, sich mit den Allas in Verbindung zu setzten. Nur sie hatten das Material für die Mauer. Und ohne ihre erneute Hilfe, würden wir es nicht schaffen eine Mauer zu bauen, so groß, dass niemand über ihr drüber kann.
Das war der Beginn unseres Volkes auf der Erdoberfläche. Wir entwickelten uns ständig weiter. Wir erschufen unser eigenes Volk. Wir sind die Zerurahn. Die Urahnen derer, die damals die Welt zerstört haben.
Wir sind das Volk der Zerurahn, die, die niemals vergessen wollen, welches Leid dadurch über uns gekommen ist.

 

Dilara ❤
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