Treatment (Szene 2 + 3)


Szene 2
Zuhause. Ist das ihr Zuhause? Sie ist in ihrem Zimmer, dreht sich und lässt die Eindrücke an ihr vorbei huschen. ‘Zuhause..’ Ihr Zuhause ist das nicht. Das ist ein Haus mit vier Wänden und ein paar Fenstern. Mehr nicht. Aber Zuhause? Das war in Spanien! Wo papaíto auf sie gewartet hattte und ihre Katze auf der Mauer schlief. Wo sie eine orangene Hängematte zwischen zwei großen Kirschbäumen hatte. Wo sie das Gefühl von Geborgenheit, Liebe und Freude hatte. Wo sie sie war und wo sie am richtigen Platz war. Doch jetzt? Alles so kalt. Papaíto hatte sie schon lange nicht mehr gesehen, wenn dann nur flüchtig. Er musste die ganze Zeit arbeiten und wenn er damit fertig war, arbeitete er am Haus weiter. Und sie war alleine in ihrem kahlen, kalten Zimmer. Das nichts besaß außer vier Möbel, einen Bild ihrer Mutter und einem Rosenkranz. Sie setzt sich und spürt wieder diese Leere in ihr. Es fühlt sich an wie ein schwarzes Loch, dass alles hineinsaugt was sie denkt, was sie fühlt. Wer sie ist. Alles wird hineingesaugt und am Ende bleibt nichts, außer die tiefste Schwärze die sie je gesehen hat. Es fühlt sich kalt an. Und als hätte es ein Leben, spürt sie wie es langsam besitzt von ihr ergreift. Stückchen für Stückchen zerrt es an ihr. Warum? Warum fühlt sie so? Sie muss kämpfen. Nächtelang, damit diese schwarze Leere nicht Besitzt von ihr ergreift.

Szene 3
Jeden Morgen muss sie sich einen Kampf liefern. Und zwar einen Grund zu finden um aufzustehen. Sie lebt jetzt schon 1 Jahr hier, ist in der Klasse der Außenseiter und wird Zuhause alleine ihren Gedanken überlassen. Sophie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es ist als würde sie über den Boden schweben und alle würden durch sie hindurch gehen. Niemand bemerkt sie. Es fühlt sich so an, als würdest du ertrinken, während jeder um dich herum miteinander redet. Du schreist. Du schreist sogar laut. Doch aus deinem Mund kommt kein Laut, niemand kann dich hören. Man wird immer weiter in die Tiefe gezogen und was dort unten ist, weiß Sophie nur all zu gut. Es sind die Abgründe. Die Abgründe ihrer Selbst. Manchmal erschreckt sie sich sogar vor ihren eigenen Gedanken. Doch sie hat sich dran gewöhnt, Sie sind ein Teil von ihr und das einzige was sie noch hat.

Falls ich irgendjemanden mit dem Thema zu nahe trete oder sich jemand dadurch verletzt fühlt weil ich es falsch dagestellt haben könnte, schreibt mir bitte direkt. Dieses Treatment soll nicht dazu da sein, Menschen, die das Thema persönlich betrifft, zu verletzten.

Dilara ❤

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Klick Hier für den ersten Teil
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