I know you #34


„Lebt sie noch?“ „Woher soll ich denn das wissen?! Sehe ich aus, als hätte ich Medizin studiert?!“ Zwei Stimmen. Männlich. „Jungs! Haltet die Klappe! Das bringt uns jetzt auch nicht weiter!“ Eine dritte Stimme. Von einer Frau. Schlagartig wurde es still. Ich spürte ein sanftes Schaukeln und zwei Arme, die mich trugen. Blinzelnd öffnete ich die Augen, nur um sie kurz darauf wieder zuzukneifen, da mir die Herbstsonne direkt ins Gesicht schien. „Was ist…“, brachte ich schließlich kraftlos hervor. „Oh, hey, sie ist wach!“, sagte James, auf dessen Armen ich mich offensichtlich befand. „Warum war ich bewusstlos?“ „Kanten sind böse.“ Eine lächelnde Olivia erschien in meinem Sichtfeld, und ich war ich verdammt dankbar, dass sie da war. „Mein Schädel brummt“, registrierte ich, nachdem ich ihr Lächeln erwidert hatte. „Natürlich. Du bist mit dem Kopf aufgekommen, dass tut weh“, meinte Ric, der ein Stückchen vor uns rückwärts lief. „Ich denke, dass sie das bereits gemerkt hat, du Idiot!“, fauchte James. Keinen Augenblick später waren die beiden in einen lauten Streit verwickelt, während Liv und ich uns nur genervt ansahen. Jungs eben. „Könnt ihr nicht mal aufhören?!“ Meine beste Freundin stellte sich zwischen Alaric und James und verhinderte damit, dass Ric auf James und somit auch auf mich losging. „Er hat angefangen“, maulte ihr Freund, bevor er sich brav neben Liv stellte und die Klappe hielt. So gingen wir eine Weile, bis ich schließlich auf Livs Bett landete. „Was hat Marlene gesagt?“, fragte James leise. Achselzuckend versuchte ich, mich an die geschrienen Worte zu erinnern. „Ich soll Liv von irgendeinem Alex erzählen, dass die nächsten Monate die schlimmsten in ihrem Leben werden. Existiert der überhaupt oder hat sie ihn erfunden?“ „Er existiert“, antworteten Ric und Olivia wie aus einem Mund. Meine Freundin war blass und biss sich auf die Unterlippe, während ihr Freund nachdenklich wirkte. Ratlos sahen James und ich uns an, ehe es aus mir hinausplatzte: „Was verheimlicht ihr vor uns?“ Alle Blicke fielen auf mich. „Was meinst du?“, fragte Ric letztendlich. „Du lässt sie nicht an dich ran. Dann seit ihr plötzlich zusammen. Dann erzählst du ihr nie etwas. Dann kreutzt dieser komische Typ auf und geht mit uns auf eine Party. Dann küsst er Olivia. Tu nicht so, das habe ich gesehen. Dann seid ihr plötzlich wieder zusammen. Und dann erzählt mir eine Junkie-Marlene, dass ich euch etwas von einem Alex erzählen soll und schlägt mich nieder. Was ist hier los?!“

I’m not a stranger, no, I am yours
With crippled anger and tears that still drip sore
A fragile frame aged with misery
And when our eyes meet I know you’ll see

Cut, Plumb

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