I know you #26


POV Miranda

„Entweder ist Olivia bei Alaric oder Alaric bei Liv. Aufgrund der wohnlichen Situation tippe ich eher auf Letzteres“, bemerkte ich, nachdem Olivia einfach eiskalt aufgelegt hatte. Dafür würde sie nun büßen, und James‘ Beschützerinstinkt war genau das Richtige dafür, auch wenn ich mich schlecht dabei fühlte, meinen Freund zu hintergehen. Wie erwartet richtete er sich auf. „Das Arschloch wird sie doch nur erneut verletzen“, knurrte er säuerlich. „Und warum hast du beim ersten Mal nichts gemacht?“ „Hast du den Kerl mal gesehen? Der ist doch viel stärker als ich!“ Kopfschüttelnd band ich meine Haare zu einem unordentlichen Dutt. „Doch. Aber wenn er sie nochmal verletzt, ist er eventuell ein paar Köpfe kleiner.“ Geht doch! Lächelnd setzte ich mich im Schneidersitz auf meine Schreibtisch. „Du sitzt halb auf deinem Notebook“, bemerkte James, und die Rache an Olivia war vergessen. Ich liebte mein MacBook. Erleichtert registrierte ich, dass es noch funktionierte (Diese Dinger gehen ja schon beim kleinsten Windhauch kaputt!). „Es ist doch Wochenende, oder? Und es ist Spätsommer. Warum genießen wir denn nicht die letzten Sonnenstrahlen und gehen ans Meer? Dann können wir es uns in der Nähe von Liv bequem machen“, schlug mein Freund bittend vor. Grinsend willigte ich ein. Olivia Jones, wollen wir doch mal sehen, ob du unterwegs bist oder nicht! Auf dem Weg zu meiner besten Freundin hüpfte ich die ganze Zeit mit einem schadenfrohen Grinsen vor James her. Ich würde sie drankriegen, das wusste ich. „Ey! Du bist zu weit!“, hörte ich hinter mir. Erstaunt bemerkte ich, dass ich an Livs Haus vorbei gehüpft war. „Ups.“
Mach auf! Mach auf!, beschwor ich Mrs. Ich-Lüge-Dich-An-Und-Hoffe-Dass-Du-Nichts-Davon-Bemerkst in Gedanken, nachdem ich nun schon zum fünften Mal geklingelt hatte. Und tatsächlich schwang wenige Sekunden später die Tür auf, wobei meine zum Klopfen erhobene Hand frontal in Livs Gesicht traf. „Au! Tickst du noch richtig?“, fuhr sie mich an, während ich versuchte, meinen Lachanfall unter Kontrolle zu bringen. „Sorry, es ist nur…“, japste ich atemlos. „Darf ich aufs Klo?“, setzte ich noch hinterher. „Nein!“, zischte Olivia zurück. „Och komm schon! Vor allem nachdem ich mir vor Lachen beinahe in die Hose mache“, schleuderte ich ihr entgegen. Schweigend trat sie einen Schritt zur Seite, und ich rannte ins Bad. Erleichtert entleerte ich meine Blase, bevor ich in die Küche schlenderte. „Ich dachte, du wärst weg…?“, fragte ich beiläufig. „Hab Mom und Mike in die Stadt gefahren, die brauchen irgendwas“, kam es zurück. Verdammt. Das klang plausibel. „Okay. Ähm, hast du noch kalte Getränke? Unsere sind leer.“ Ja, ihre Antwort hatte mich aus der Bahn geworfen, daher brachte ich nur so eine Frage zustande. Schweigend reichte sie mir vier Coladosen und sah mich dann abwartend an. Augenverdrehend verabschiedete ich mich von ihr, bevor ich mich auf den Weg zurück zu James machte. Der lag gemütlich auf einer Decke, hatte Kopfhörer auf und machte einen schlafenden Eindruck. Seufzend lief ich zum Meer, um ihm Wasser über den Kopf zu schütten. „Aufwachen!“, sagte ich zuckersüß, als er sich prustend aufsetzte.

Ich rate euch übrigens, Fack ju Göthe nochmal anzugucken. Warum? Elyas M’Barek. Und Max von der Groeben.

Oh, my baby is dancing

But she’s dancing with another man

LG, Lea

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