I know you #24


POV Ric

„Olivia?“, fragte ich vorsichtig, um sicherzugehen, dass sie wirklich schlief. Keine Antwort. Leise setzte ich mich auf und beugte mich über sie. Ihre Augen waren geschlossen, die langen Wimpern warfen leichte Schatten auf ihre Wangen. Eine Haarsträhne war ihr ins Gesicht gefallen und bewegte sich nun in ihrem ruhigen, regelmäßigen Atem. Sanft strich ich sie ihr hinters Ohr und betrachtete sie eine Weile schweigend. Olivia sah im Schlaf viel entspannter aus, als wenn sie wach war. Logisch betrachtet war das bei jedem so, da man schlafend keine Fassade wahren musste, doch Liv sah so aus, als würde sie der glücklichste Mensch auf Erden sein, so, als hätte sie gerade ein Einhorn geschenkt bekommen. Sagt jetzt nicht, dass das nicht logisch ist. Jedes Mädchen wünscht sich ein Einhorn. Jedes, ausnahmslos. Und auch ich muss gestehen, dass ein paar schwarze Einhörner verdammt cool aussehen würden, doch ich schweife ab. Jedenfalls hatte ich nun die Chance, sie genauestens zu betrachten, Ja, ich weiß, ich hatte versprochen, sie nicht im Schlaf zu stalken, aber betrachtet kann man doch nicht stalken nennen, oder? Außerdem konnte ich nicht anders, dazu sah sie einfach zu schön aus. Sogar die blauen Haarspitzen passten zu der tiefenentspannten Liv. Alles an ihr schien so perfekt. Ich weiß nicht, wie lange ich einfach nur neben ihr saß und sie betrachtete, es reichte jedenfalls aus, um mich wie Edward zu fühlen, der seine Bella im Schlaf beobachtet. Mit dem Unterschied, dass Olivia wusste, wo ich mich befand. Bella wusste ja nicht einmal, dass sich ihr Vampirfreund, der sich zu der Zeit noch nicht als solcher herausgestellt hatte, in ihrem Zimmer befand. Außer der Tatsache, dass wir unsere… Freundinnen (?) im Schlaf beobachteten, hatten Edward und ich rein gar nichts gemein. Ich würde mich nämlich wehren, wenn einer wie der gute alte Rob Pattinson daherspaziert käme und mich in der Verfilmung meines Lebens verkörpern wollte. Taylor Lautner hatte da schon eher Chancen. Allerdings würde ich Olivia auch nicht mit Kristen Steward besetzen lassen. Da passte Emma Watson viel besser. Für diejenigen, die sich jetzt fragen, woher ich denn Twilight kenne, denen kann ich nur sagen, dass ich zu meiner Zeit in Forks nicht darum herum gekommen bin, weder um die Bücher, noch um die Filme.
So saß ich dort also und verglich mein Leben mit dem von Edward Cullen. In diesem Moment merkte ich, dass ich ganz schön tief gesunken war. Ich hatte mein Studium an einer anderen Universität wieder aufgenommen, schön und gut. Ich hatte eine Freundin, schön und gut. Ich habe Alex wieder getroffen. Ab da war nichts mehr gut: Die Trennung mit Liv; Eric, der ein klitzekleines bisschen Recherchiert hatte; dass Alex sich an Olivia rangemacht hatte; dass ich den Zord der allmächtigen Miranda auf mich gezogen hatte, gepaart mit dem von James. Und dann registrierte ich meine Angst. Die Angst, zu lieben. Der letzte Mensch, den ich aufrichtig geliebt hatte, wurde eiskalt ermordet. Zugegeben, nicht der letzte Mensch. Der Vorletzte. In den letzten Wochen, in denen ich Zeit gehabt hatte, über mich und mein Leben nachzudenken, war mir klargeworden, dass ich mich nicht nur in Olivia verliebt hatte, sondern sie aufrichtig liebte, genau wie meine Mutter. Nur eben nicht familiär, doch das erklärt sich von selbst. Als ich Zehn war, hatte Mom gesagt, dass zwischen lieben und verlieben Welten liegen, genau wie zwischen sehen und versehen. Dieser Spruch geisterte mir seit jeher im Kopf herum, manchmal lag er unbewusst in einer Ecke, manchmal wurde ich ihn tagelang nicht mehr los.

Mein Bruder singt Love me like you do. Ich sags euch, der wird mal ein extremer 50SOG Fanboy

It’s so hard to kill the demons
When they live inside your heart
Don’t give up to find your fortune
When you don’t know where to start
So come here and take me
I’m already gone
In a second life beside you
Is where I want to belong

Beyond the Black, In the shadows

LG, Lea

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