I know you #12


POV Olivia

Fünf Tage sind seit dem Unfall vergangen, fünf Tage voller merkwürdigem Verhalten von Rics Seite. Mittlerweile ist Mom wieder aufgewacht und es geht ihr gut, doch das Verhalten meines Freundes hat sich nicht verändert. Er ist abwesend und wirkt in sich zurückgezogen, außerdem habe ich ihn des Öfteren aus Albträumen zurück in die Realität geholt. Worum es in den Träumen geht, will er mir nicht sagen. Mittlerweile befindet er sich wieder auf dem Campus, er hat eine Vorlesung. Und ich? Ich stehe gerade in Starbucks am Flughafen und bestelle mir eine heiße Schokolade. Mit Marshmallows. Eine ordentliche Portion Zucker ist das, was mein Körper gerade gebrauchen kann, denn das Krankenhausessen schmeckt grauenvoll. Nicht einmal der Kuchen ist gut, und das ist praktisch ein Verbrechen. Ich muss in den nächsten Tagen unbedingt mit Miranda essen gehen, jetzt, wo sie doch zwei Wochen in Deutschland verbracht hat und mich als ihr Mitschreibe-Häschen engagiert hat. Müde geselle ich mich zu den anderen Wartenden am Flughafen und warte genervt auf meine beste Freundin. „Hey, Erde an Liv! Livy!“ Eine Hand, die plötzlich in meinem Sichtfeld auftaucht, lässt mich aufschrecken und meine Kopfhörer aus den Ohren ziehen. Entrüstet sehe ich James an, der sich doch noch zu mir gesellt hat. „Wie kannst du es wagen, mich mitten bei ‚I really like you‘ zu unterbrechen?!“, fauche ich in an, was er mit einem schiefen Grinsen quittiert. „But I need to tell you something…“ Gegen meinen Willen muss ich Grinsen. James singt grässlich, lässt sich dadurch aber nicht beirren und tut es trotzdem, sehr zu meinem Leidwesen. Dennoch steige ich ein. „I’m pregnant“ „Okay“ Überrascht drehen wir uns um und erblicken Miranda, die sich unbemerkt an uns herangeschlichen hat. Glücklich falle ich ihr um den Hals und spüre nur wenige Sekunden später auch James‘ Arme, die sich um uns Beide legen.

„Okay. Nachdem wir hier jetzt fertig sind, wie wäre es mit Kino? Magic Mike XXL?“ Miri liegt auf ihrem frisch bezogenen Bett und lässt die Beine gelangweilt in der Luft baumeln, während ich im Schneidersitz auf ihrem Schreibtisch sitze, was mir einen missbilligenden Blick von James einbringt. Er selbst sitzt auf dem Schreibtischstuhl und dreht sich ohne Sinn wie ein kleines Kind, also sollte er mich nicht so angucken. „Magic Mike ist scheiße“, entgegnet er, nachdem er den Stuhl endlich gestoppt und sich einigermaßen gefangen hatte. Entsetzt sehen Miranda und ich uns an. „Channing Tatum ist heiß.“ Das ist wohl das einzigste Argument, das für den Film spricht, aber es ist das mit Abstand stärkstes. James verdreht nur die Augen und entschuldigt sich auf sein Zimmer. Mit zwei Vollzeit-Channing-Tatum-Fangirls möchte er nicht in einen Film des eben genannten gehen, was wir natürlich nicht verstehen. Immerhin ist er wirklich heiß. Achselzuckend steht meine beste Freundin auf, packt ihre Tasche und verlässt gemeinsam mit mir ihr frisch eingeräumtes Zimmer. „Also, was hab ich verpasst?“, fragt sie auf den Weg zum Kino. „Nichts, was du nicht schon wüsstest.“ Über Mom möchte ich nun wirklich nicht reden, und immerhin kennt Miranda schon die ganze Geschichte. „Gut, dann erzähle ich dir jetzt über meine Deutschlandtour. Boah, Liv, die Deutschen sind so niedlich! Gut, keiner kat dunklere Haare als hellbraun, aber da ist es momentan Trend, sich die Haare bunt zu färben. Ich bin einem Mädchen mit regenbogenfarbenen Haaren begegnet! Und dann gibts noch jemanden mit grünen Haaren, einen mit rosanen und ein Mädchen mit türkisenen. Das sind die deutschen YouTuber. Und dann erst diese Aura der Städte, das ist so beeindruckend…“ An dieser Stelle schalte ich mein Gehirn ab und denke über die bunten Haare nach. Das wäre doch mal eine Abwechslung, und Abwechslung ist nach Channing Tatum das Beste, was mir im Moment passieren kann.

„Wow. Einfach nur wow“ Gemeinsam schlendern wir durch das Kino, unterhalten uns über den Film und schlürfen ab und an an unserer Cola. „Aber er hätte ruhig öfters sein Shirt ausziehen können“, entgegne ich und drehe meinen Becher sinnlos hin und her. Es tut gut, endlich wieder eine weibliche Vertrauensperson um mich zu haben. In den letzten Tagen hatte ich zu viel Ric, zu wenig Mom und nur durchschnittlich viel James. Seit der Trennung mit Sam hat er sich verändert und ist ein wenig abweisender geworden. Was wohl auch der Grund für die Kinoabsage war, immerhin ist er mit uns auch in the best of me gegangen, und das ist mal so gar nicht sein Genre. Er würde eher in Pitch perfect 2 mitgehen, und das ist unser nächster Plan. Ihn dazu zu überreden.

Ja, Leute.

Das mit den YouTubern musste sein. Irgendwie muss ich mein Fangirl-Dasein loswerden, und ein Wenig fließt eben in meine Story.

Habt ihr eigentlich die Two and an half men Vorschau gesehen? Also von dem Serienfinale? Angeblich soll ja Charlie zurrückkommen. Meh. Aston Kutcher ist heißer. Und Charlies Klamottengeschmack war noch schlimmer als der eines Clowns, viel zu bunt und zu vielfältig. Ja. Jetzt kotze ich mich wieder aus. Tut mir leid.

LG, Lea

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