I know you #9


Frustriert sah er aus dem Fenster. Dieses Arschloch von Waise hatte ihn gedemütigt. Alaric war definitiv stärker geworden. Wesentlich stärker. Und er hatte sich verliebt, seine einzige momentan vorhandene Schwäche. Zumindest sichtbar. Es war kaum zu übersehen, dass er sich um sie sorgte. Diese Brünette. Olivia hieß sie. Sie war hübsch. Eine klassische Südstaatenschönheit. Er mochte die Südstaaten nicht. Dort waren alle viel zu freundlich für seinen Geschmack. Aber das Essen war gut. Und die Frauen. Ein Jammer, dass die braunhaarige Schönheit nicht lange glücklich bleiben wird. Denn er hatte einen Plan. Er wollte Alaric das Leben schwer machen, so wie der es ihm. Und was war frustrierender, als die eigene Freundin leiden zu sehen? Von Michael wusste er, dass Olivias Mutter ihren betrunkenen Freund abholte. Und das war der Plan. Direkt nach der Mitteilung seines Spitzels betätigte er ein paar Anrufe, et voilà: Die kleine Schlampe litt. Das hoffte er zumindest. Doch er war sich auch den Gefahren des Planes bewusst: Catherine Jones war eine berühmte Designerin, die von der Öffentlichkeit geliebt wurde. Sein Plan hatte ein paar Ecken und Kanten, doch es würde sich auszahlen. Das hoffte er zumindest. Denn wenn Alaric herausfinden würde, dass er dahintersteckte, wäre dies sein letzter Racheakt. Alaric neigte zu Aggressionen, wenn es um seine Familie ging. Seine nicht vorhandene Familie.

10 Minuten später klingelte sein Handy. Michael informierte ihn über das Gelingen seines Planes. Erfreut nahm er einen großen Schluck aus der frisch geöffneten Bierdose. Er wusste, dass er seinen kleinen Sieg nicht zu hart feiern durfte, dennoch meinte er, sich ein wenig Freude verdient zu haben. Alaric würde ihm nicht zu schnell auf die Spur kommen, und wenn doch, dann musste er von hier verschwinden. Er könnte nach Deutschland fliehen, dort war die beste Freundin der Schlampe. Oder er könnte ihren besten Freund mit nach Mexiko nehmen. Dort würde der Junge nicht lange überleben. Der sah nicht einmal gefährlich aus, trotz der Muskeln. Er war wesentlich unerfahrener als Alaric, der ihm mit einem gezielten Kinnhaken außer Gefecht gesetzt hatte. Wie peinlich. Eigentlich war er überlegener als Alaric. Das war er immer schon gewesen. Doch Alaric schien stärker zu werden, wenn es um SIE ging. Das Mädchen. Sein Mädchen. Sein Mädchen, dass in diesem Moment wohl litt, und Alaric litt hoffentlich mit ihr. Er wusste ja, wie es sich anfühlte, seine Familie zu verlieren. Nun musste er das alles noch einmal durchmachen. Oder würde er einfach mit der Schlampe Schluss machen, um die Qual nicht nochmal durchmachen zu müssen? Er wusste es nicht. Doch er wünschte sich nur das schlechteste für Alaric. Für die Beiden.

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2 Gedanken zu “I know you #9

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