I know you #5


„Hey! Hey! You! You! I don’t like your girlfriend. No way! No way! I think you need a new one. Hey! Hey! You! You! I could be your girlfriend!“, gröhlen Avril Lavigne und ich im Gleichtakt, während ich wie verrückt durch mein neues Zimmer tanze. Eigentlich sollte ich es mir hier ja schön einrichten, aber Betten aufzubauen macht ungefähr so viel Spaß wie das Anschauen dieser ganzen Seifenopern, die Mom Tag und Nacht anguckt. Mal von meiner enormen Demotivation abgesehen, habe ich in den letzten zwei Tagen ziemlich viel geschafft: Die Wände sind jetzt in einem dunklen Violettton gestrichen, der Schreibtisch, den Mike aufgebaut hat, steht an einem großen Fenster mit Meerblick und auf der Terasse befinden sich schon Gartenmöbel.Des weiteren befinden sich meine Bücher in den Regalen, sowie Vasen mit Blumen, mehrere Teddybären und meine DVD-Sammlung, die hauptsächlich Vampire Diaries beinhaltet. Mein über alles geliebtes Notebook steht auf dem Tischchen, das später neben das Bett soll. Wenn es aufgebaut ist. Doch Avril und ich haben heute noch etwas vor. „You’re so fine, I want you mine, You’re so delicious. I think about you all the time, You’re so addictive. Don’t you know what I can do to make you feel all right?“, singen wir weiter, und ich wende mich endlich meinem unaufgebauten Bett zu. Im Möbel aufbauen war ich schon immer eine Niete hoch Zehn. Seufzend lese ich mir die Anleitung durch und singe leise weiter: „Don’t pretend, I think you know I’m damn precious. And hell yeah, I’m the mother fucking princess. I can tell you like me too, and you know I’m right. She’s like, so whatever. You can do so much better. I think we should get together now. And that’s what everyone’s talking about“ „Brauchst du Hilfe?“, fragt eine Stimme vom Türahmen aus und ich erschrecke mich zu Tode. Mit einem anzüglichen Grinsen kommt Ric auf mich zu und setzt sich neben mich. Kann es noch peinlicher werden? Wie lange ist er schon da?! „Hi“, sage ich zögernd. Dieses Grinsen wirft mich einfach aus der Bahn. „Wer hat dich reingelassen?“, bringe ich schließlich doch noch hervor. „Deine Mutter. Und nachdem sie mich eine Ewigkeit zugetextet hat, durfte ich dann endlich hoch und hatte das Vergnügen, dich singen zu hören.“ Schlagartig werde ich Rot. Wortlos halte ich Ric die Anleitung hin, da ich keine Lust auf eine weitere peinliche Situation habe.

30 Minuten und ein Lied später steht mein neues Bett in voller Pracht in meinem Zimmer. Die Matratze liegt schon drauf und während ich die Bettwäsche, die Ric von der Matratze geschmissen hat, um sie zu meinem Bett zu tragen, sorgfältig glattstreiche, wuselt Mom in meinem Zimmer herum und gießt die Pflanzen. Dass sie uns ausspionieren will, ist offensichtlich, denn ich bin durchaus in der Lage, mich selbst um meine Pflanzen zu kümmern. „Ich kann das auch alleine, Mom!“ „Nein, kannst du nicht. Erinnerst du dich noch an Doris‘ Schwester? Die hast du vertrocknen lassen!“ Doris ist meine heißgeliebte Yukkapalme, die ich schwerenherzens bei Mom lies. Ihre Schwester, Miriam, war daraufhin gestorben. Bei Mom, nicht bei mir. „Du bist doch gegen eine Wand gelaufen!“, ist mein letztes Kommentar. Fest entschlossen schiebe ich meine höchst aufdringliche Mutter durch die Tür und schließe ab, bevor ich mich mit einem lauten Seufzen neben Ri fallen, der es sich am Kopfende des Bettes gemütlich gemacht hat und nun Doris betrachtet, die in einer Ecke steht. „Also, was hast du heute noch vor?“, beginnt er. „Nichts. Du?“ Smalltalk. Klasse. „Training. In einer halben Stunde, also muss ich bald los. aber solange…“ Er nimmt mein Handy, entsperrt es und öffnet Google Music. Ich bereue es, ihm mein Muster gezeigt zu haben. Dennoch lasse ich ihn gewähren und sehe zu, wie er eine neue Playlist erstellt. „Ric? Was machst du da?“ Doch er steht bereits auf und zieht mich hoch. Im 21. Jahrhundert bekommt man offensichtlich keine Antworten mehr. „Vois sur ton chemin“ ertönt, während Ric mich durch das Zimmer wirbelt. „Ich wusste gar nicht, dass du tanzen kannst“ „Ich kann vieles, von dem du nichts weißt“, entgegnet er und hebt mich hoch. Oh. Wir tanzen noch eine ganze Weile, bis ein Wecker mitten in „Hold back the River“ schrillt. „Dein Handy weckert“, bemerke ich trocken. „Dir entgeht aber auch nichts, oder?“, entgegnet er amüsiert und lässt mich los. Während ich schmollend auf meiner Lippe kaue, stellt er den Wecker ab und lässt das Smartphone in seine Hosentasche gleiten. Er hat mich schon wieder nicht geküsst!, denke ich gerade in dem Moment, in dem er mich zu sich zieht und seine Lippen auf meine legt. Endlich.

Hey ihr Lieben!

Ich besitze nun endlich einen funktionierenden Laptop! (Whoop whopp!) Also werden in nächster Zeit wieder mehr Beiträge kommen.

LG, crazyb00ks

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2 Gedanken zu “I know you #5

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