I know you #4


Verblüfft nehme ich das Geschenk und beginne, es auszupacken. Mom hat extrem übertrieben, denn erst, als ich die fünfte Schachtel öffne, kommt ein Schlüssel zum Vorschein. Er hat eine pinke Färbung und hängt ein einem London-Schlüsselanhänger. Wir ziehen nach Miami! Und du“, sie sticht mir mit dem Zeigefinger in die Brust, „Wirst zu uns ziehen! Ist das nicht klasse? Endlich sind wir wieder eine Familie!“, ruft sie glücklich aus und fährt dann etwas ernster fort: „Mit der Uni ist alles geklärt, wenn dein neues Zimmer eingerichtet ist, kannst du hier ausziehen und deine Mitbewohnerin bekommt ein Einzelzimmer. Und in dem neuen Haus ist alles so neu, dass du sogar die Wände in deinem Zimmer gestalten kannst! Nur um deinen Kleiderschrank kümmere ich mich, ich möchte nicht, dass du sowas“, sie deutet mit einer übertriebenen Geste auf das zerissene T-Shirt auf dem Boden vor meinem Schrank, „anziehst.“ Mom schiebt sich an mir vorbei, hebt das Shirt auf und will es in dem Müll werfen, doch dann erblickt sie Ric. „Oh, du hast Besuch. Und dann auch noch so gutaussehenden! Warum hast du das denn nicht gesagt? Ich bin Catherine Jones, Livs Mutter.“ Das Shirt wird in meine Richtung geworfen und Mol streckt Ric ihre beringte Hand entgegen. Vollkommen verdattert ergreift er sie und stottert: „Alaric Claus. Freut mich, Sie kennenzulernen.“ „Alaric? Was für ein toller Name. Aus Deutschland?“ Ric sieht überfordert aus, daher greife ich ein: „Mom, lass mir doch die Adresse des Hauses da, dann komme ich später vorbei.“ Unbeirrt sieht meine Mutter mich an, sie scheint den drängenden Unterton in meiner Stimme nicht zu bemerken. Herrgott, verschwinde doch einfach! Er hätte mich geküsst! „Du kannst es dir auch zeigen lassen, ich muss eh zum Training“, meint Ric nach einem Blick auf seine Armbanduhr. Nein, lass mich nicht allein!, flehe ich ihn in Gedanken an, als er den Raum verlässt. „Ist er dein Freund? Du weißt doch, dass du mir alles erzählen kannst, oder?“, fragt Mom im selben Augenblick, in dem die Tür ins Schloss fällt. „Nein, Mom!“, fahre ich sie an und verdrehe die Augen. Erst taucht sie hier auf und stört mich in einem der kostbarsten Momente meines Lebens, und dann soll ich zu ihr ziehen!

Mir fällt die Kinnlade herunter, als ich das Haus, dass eigentlich eine Villa ist, erblicke. Die Fassade ist komplett in weiß gehalten und ein breiter Kieselweg führt zum Eingang. Die weitläufige Gartenfläche erstreckt sich zu beiden Seiten des Weges. Staunend laufe ich auf die Tür zu, die mich in mein neues Zuhause bringt. „Wahnsinn „, hauche ich erschlagen, als ich das fertig eingerichtete Foyer betrete. Auch hier ist alles in Weiß gehalten. „Willst du zuerst dein Zimmer oder den Rest sehen?“, fragt Mom leise. „Mein Zimmer, bitte“ Die Absätze der High Heels meiner Mutter klappern auf der Treppe, als sie elegant die Stufen herauf joggt. Ich folge ihr wie ein Hündchen. Wir gehen einen Gang entlang und bleiben vor einer Tür am Ende stehen. „Das ist es. Ich gehe mal wieder runter. Schreibe einfach alles, was du brauchst, auf. Dein Schrank ist übrigens schon fertig.“ Mit diesen Worten verschwindet sie und ich bin allein. Seufzend trete ich durch durch die Tür zu meinem Reich und erblicke einen komplett weißen Raum. Wie langweilig. Auf der rechten Seite befinden sich zwei Türen, während Links eine Balkotür auf eine kleine Dachterrasse führt. Ich beschließe, zuerst die beiden Türen genauer zu inspizieren. Die eine führt in ein kleines Badezimmer mit Badewanne, Dusche und natürlich Toilette und Waschbecken, während die andere in einen vollständig eingerichteten begehbaren Kleiderschrank. Staunend bleibe ich stehen und begutachte die vielen Kleider, die an einer Stange an der Wand hängen. In einer Kommode finde ich Hosen und T-Shirts, an der anderen Wand stehen Schuhe in einem Regal. Es sind bestimmt hundert. Kopfschüttelnd nehme ich ein blaues Sommerkleid vom Haken und ziehe es an.

„Also, ich brauche ein Bett, einen Schreibtisch und Regale. Außerdem möchte ich die Wand anmalen“, erkläre ich, als ich Mom am unteren Ende der Treppe erblicke. „Oh, du siehst wunderbar in dem Kleid aus! Komm mit in die Küche, dann besprechen wir das.“ Ich folge ihr durch ein beeindruckendes (weißes) Wohnzimmer in die hochmoderne Küche, die, wie alles andere in diesem Haus weiß ist. „Also? Was brauchen wir?“, fragt Mike, der mit gezücktem Handy auf einem Barhocker an der Mitteltheke sitzt. “ Farbe und Möbel“, engegne ich.

Tut mir echt wahnsinnig leid, dass so lange keine Story kam! Ich bin nur leider nicht zum Schreiben gekommen. Ich werde übrigens bald Unterstützung bekommen!
LG, crazyb00ks ^^

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4 Gedanken zu “I know you #4

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