Story ohne Namen #50 – Epilog


Seufzend nehme ich das letzte Bild von der Wand in meinem Zimmer, das bald mein ehemaliges Zimmer sein wird. „Lia? Hast du’s?“, ertönt Cems Stimme von unten. Er wartet bereits im Wagen, als ich die Haustür hinter mir schließe, mit der letzten Umzugskiste unter dem Arm. Vorsichtig öffne ich die Kofferraumtür meines Audis und stelle die Kiste auf die anderen, wobei mein Tattoo am Bauch sichtbar wird. Ich habe es mir an meinem Achzehnten Geburtstag stechen lassen, da ich den Anblick der Narben, die ich Kurt Lagerer zuzuschreiben habe, nicht mehr ertragen konnte. Vor fünf Jahren hat er auf mich eingestochen, wobei ich fast verblutet wäre. Erstaunlicherweise hat er keine wichtigen Organe getroffen, sodass ich heute uneingeschränkt leben kann. Na ja fast, Kinder kann ich leider keine bekommen, da er meine Gebärmutter beschädigt hat. „Lia? Erde an Lia?“ Seufzend schließe ich die Tür und setze mich auf den Beifahrersitz. Cem lenkt den Wagen auf die Straße und fährt der neuen Wohnung von Zack und mir, die nicht Weit von Anna und Cems Wohnung entfernt liegt. Und genau in der Mitte liegt unsere Lieblingsbar, in der wir uns früher volllaufen ließen. Jetzt können wir das nicht mehr, da Anna schwanger ist und sie und Cem daher strikt auf Alkohol verzichten. Und zu zweit macht das keinen Spaß, das haben Zack und ich schon ausprobiert. Nach ca. Zehn Minuten Autofahrt öffnet mein Freund uns die Tür. Nach und nach stapeln sich die Umzugskartons  in unserem orangenen Wohnzimmer, in dem bis jetzt nur ein Fernseher, ein Sofa und eine leere Kommode stehen. Alle Möbel in unserer Wohnung sind weiß, während die Wände alle eine andere Farbe haben: Rot in der Küche, Blau im Schlafzimmer, Violett im Essbereich und Pink im Badezimmer. Die Farben in Küche und Schlafzimmer wurden von Zack ausgesucht, während ich Badezimmer und Essbereich designen durfte. Das Wohnzimmer haben wir gemeinsam eingerichtet. Ja, ich bin schon stolz auf unsere Wohnung, an deren Einrichtung uns nun zu schaffen machen: Ich hänge unsere gemeinsamen Bilder im Schlafzimmer auf, während Zack und Cem die letzten Möbel im Wohnzimmer aufbauen. Im ganzen Haus hört man die Hammerschläge meines Hammers, die mit der Geräuschkulisse der Jungs konkurrieren. Gegen später wollen Sula und Papa noch vorbei schauen, Mehrich und Izzy drücken sich eher vor dem Helfen. Dafür waren die beiden mit mir shoppen, und Izzy frägt mich dauernd nach irgendwelchen Situationen, die sie in ihre Geschichten einbauen kann. Ich habe ein paar dieser Geschichten gelesen, sie sind wundervoll, so voller Leben. Sogar in ihren Erzählungen kommt ihr Enthusiasmus und ihre Lebensfreude zur Geltung. Mit Dreizehn Jahren ist sie Bildhübsch und freundlich, ihre langen Haare gehen ihr mittlerweile bis zur Hüfte, während meine mir gerade einmal bis zur Brust gehen. Ich nehme das letzte Bild aus der Kiste und hänge es auf. Es zeigt Lena, Marcel, Anna, Cem, Zack und mich im Urlaub auf den Malediven. Dort sind gerade auch Marcel und Lena. Sie baden im Meer, während wir anderen hier versauern. Seufzend öffne ich eine andere Kiste und erblicke die Pinnwand, die ich unbedingt im Flur zwischen Wohn- und Schlafzimmer aufhängen möchte, in dem schon eine Kommode und ein Schlüsselkasten sind. Der Hammer schlägt rhythmisch auf den Nagel ein, der immer tiefer in der Wand verschwindet. Bis er schließlich tief genug ist, um die 1 Meter große Korkwand aufzuhängen. An ihr befestige ich die Postkarten, die Zack und ich im Laufe der Jahre gesammelt habe, und hänge die von Marcel und Lena zu der von Anna. Vollkommen zufrieden mit meinem Werk trete ich zurück und betrachte es. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass Papa und Sula jeden Moment klingeln werden, also gehe ich in die Küche und hole die Kuchen aus dem Kühlschrank, der seit gestern einsatzbereit ist. Cem und Zack gesellen sich zu mir, nachdem sie die Wohnzimmerschränke aufgebaut haben. Der CD-Player läuft immer noch, Sido singt ‚Halt dein Maul‘. Ich muss ihn unbedingt ausmachen, mein Vater hasst Rap über alles. Auf dem Weg dorthin – wie könnte es anders kommen – klingelt es. Dann muss Papa eben die Lieder von vor zehn Jahren hören, das macht er ja auch andauernd. „Wir haben euch Pralinen mitgebracht. Als Stärkung. Leider können wir nur eine halbe Stunde bleiben, wir haben noch einen Termin beim Arzt.“ „Ah ja. Arzt. Dann könnt ihr wohl nur Kuchen essen“

„Bitte bleib stehen, bitte bleib stehen!!“, beschwöre ich mein Deo, das einfach nicht auf dem vorgesehenen Platz stehen will und immer wieder runterfällt. Ich bin am Einräumen meiner Sachen im Badezimmer, während Zack die DVDs in den Wohnzimmerschrank sortiert. Mein Make-Up ist schon verstaut, das Deo will nicht stehen und ich muss unbedingt ein neues Duschgel kaufen. Ich gebe es nun auf, meinem Deo irgendwelche Manieren beizubringen, und mache mich auf dem Weg zum Supermarkt um die Ecke, wo ich alles Benötigte kaufe und dann endlich wieder ein Duschgel besitze.

Hey ihr Lieben!

Das wars jetzt erst einmal mit dieser Story, da ich sie zu unlogisch und verwirrend finde. Aber dafür kommt ab morgen eine andere Story, die besser geplant und nicht sonderlich unlogisch ist. Ich werde ab jetzt auch wieder andere Sachen posten, zum Beispiel Interviews oder meine Meinung zu Büchern, meine längste Buchreihe oder Infos über meine absoluten Lieblingsautoren. Später kommt dann noch das Aussehen der Charaktere aus dieser Story und eventuell das der Personen der neuen Story.

LG, Crazyb00ks

(Für Rechtschreibfehler oder Zeitwechsel haftet mein Handy)

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9 Gedanken zu “Story ohne Namen #50 – Epilog

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