Story ohne Namen #49


*Celia*

Ich wälze mich in meinem Bett hin und her, strecke in Bein unter der Bettdecke hervor und ziehe es wieder weg. An einschlafen ist nicht zu denken, da ich eine Angst spüre, wie ich es noch nie erlebt habe. Dies ist sind keine Panikattacken, das ist Panike. Pure, nackte Panik. Aber ich bin so müde… Vage spüre ich, wie meine Augen zugehen, bevor ich in einen traumlosen Schlaf falle.

Eine Hand an meinem Mund weckt mich. Sie packt mich, drückt mir Mund und Nase zu, sodass ich nicht atmen kann. Ich wehre mich heftig, schlage um mich und treffe schließlich etwas weiches, jedoch unnachgiebiges. Hinter mir höre ich ein gequältes Schnauben. Mein Fuß tritt noch einmal zu. Wieder das Schnauben. „Du kleine Schlampe! Wirst du wohl still sein?!“, zischt jemand hinter mir. Meine Lungen brennen wie Feuer, und ich spüre die Hand in meinem Gesicht stärker denn je. Ich beiße zu und schmecke kurz darauf den salzigen Geschmack von Blut. Jemand schreit auf und reißt die Hand weg. Das ist meine Chance. Ich lasse die kühle Luft dankbar in meine Lungen strömen und schreie. Schreie so laut ich kann und lauter. Jetzt bemerkt mein Angreifer seinen Fehler und beugt sich wieder über mich. Im fahlen Mondlicht, das durch mein Fenster fällt, erkenne ich Kurt, den neuen Kollegen meines Vaters. Er tastet in seiner Jackeninnentasche nach etwas. Er findet es und zieht es hervor. Ein Messer mit einer langen Klinge, in der sich das Mondlicht spiegelt. Einen kurzen Moment lang betrachtet er es und gibt mir somit die Gelegenheit, um noch einmal zu schreien. Dann saust das Messer auf mich herab, immer und immer wieder, so lange, bis mein Unterleib ein einziger blitiger Fleck ist. Tränen rinnen mir über die Schläfen, dennoch bin ich nicht in der Lage,noch einen Ton von mir zu geben. Es tut so weh, der Schmerz ist mit nichts, rein gar nichts zu vergleichen. Durch einen Schleier aus Tränen und Schmerz sehe ich, wie die Tür endlich auf geht und jemand hereingestürmt kommt. Vage spüre ich etwas an meinem Bauch. Eine Hand? Ich weiß es nicht, denn alles wird dunkler. Dann schlägt die erlösende Schwärze endlich über mir zusammen.

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3 Gedanken zu “Story ohne Namen #49

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