Story ohne Namen #35


Ich kneife die Augen zu und öffne sie wieder. Und sofort kneife ich sie wieder zu. Verdammt! Er ist immer noch da. Und guckt mich die ganze Zeit an, als ob ich ein Schatz sei, den man hüten muss. Mittlerweile trägt er mich auf seinen Armen, meine Beine baumeln einen halben Meter über dem Boden. Was gut ist, denn ich spüre einen immer schlimmer werdenden Schmerz in meinem rechten Bein. Sekunden später ist er kaum auszuhalten, weil Marcels Hand an der Stelle ist, die am meisten wehtut. Mein Kopf knallt gehen seine Schulter und ich wimmere vor Schmerz. „Krampf?“ fragt Marcel besorgt. „Schlimmer“ presse ich hervor. „Ich bringe dich zu mir und schau mir das an.“ Was? Nein! Ich muss doch Brot holen! Vorsichtig ziehe ich mein Handy aus meiner Hosentasche und schreibe Cem eine Nachricht, während Marcel mich zu ihm trägt. Behutsam öffnet er die Tür und schaltet das Licht mit meinem Fuß an. Beinahe hätte ich aufgeschriehen. Alles ist dunkel, offensichtlich ist niemand Zuhause. Ganz vorsichtig legt er mich auf sein Bett und massiert mein Schienbein. Gott!! Tut das weh!! Ich stöhne vor Schmerz auf. „Ist das Blut?!“ fragt Marcel plötzlich entsetzt und starrt auf seine Hand. Seine Fingerspitzen sind rot. Oh. Er steht auf, knöpft meine Hose auf und streift sie mir mit einem Ruck ab. Ich schreie vor Schmerz auf. Marcel hebt mein Bein leicht an. Zum Glück habe ich mir heute die Beine rasiert. Ganz vorsichtig tastet er an einem roten Fleck an meinem Schienbein herum und zieht dann einen kurzen, spitzen Holzpflock raus. Erneut schreie ich auf. „Das ist ja wie bei Vampire Diaries“ höre ich Marcel murmeln. Ich muss grinsen, als ich daran zurückdenke, wie ich ihn gezwungen habe, TVD zu gucken. Er stand (und steht immer noch) auf Stefans Seite, während ich ein Delena Mensch war (und bin). Keiner übertrifft Ian Somerhalder. Außer vielleicht der ‚echte‘ Damon. Wärme Hände bringen mich wieder in die Gegenwart. Marcel verbindet mein Bein. Ja, eine Krankenschwester als Mutter ist schon praktisch. Fünf Minuten später liege ich in meiner Jogginghose, die ich mal bei ihm vergessen habe, und einen Tshirt von ihm auf Marcels Bett und kuschle mich unter der Decke an ihn, während wir ‚Les Choristes‘ gucken

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3 Gedanken zu “Story ohne Namen #35

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