Story ohne Namen #33


Mein Handy klingelt. Warum klingelt es?! Warum jetzt? Annas Bild erscheint auf dem Display. War ja klar. Zack steht immer noch vor mir und starrt mich an.  Ich starre zurück und taste blind nach dem immer noch klingenden Handy. „Was gibt’s?!“ belle ich hinein. „Wow, so freundlich gleich“ Habe ich das nicht vorher auch gesagt? Ich muss kichern. „Warum kicherst du? Soll ich einen Notfall vortäuschen?“ Hä? Das hat keinen Zusammenhang. Egal. „Nee, lass mal. Kommst du so um 15 Uhr vorbei?“ „Ja klar. Soll ich Schokolade mitbringen?“ „Anna!“ rufe ich und lege auf. Sekunden später liegen Zacks Lippen auf meinen, und meine Gedanken lösen sich auf. Oh. Mein. Gott. Das ist alles, was ich noch denken kann. Ich lasse mich nach hinten sinken und ziehe Zack mit mir. In diesem kostbaren Moment ist alles vergessen, das mit Nina oder Marcel, Anna und Cem und sogar das mit meiner Mutter. Eine wunderbare Wärme macht sich in mir breit. Und dann klingelt mein Wecker. Zack löst seine Lippen von meinen und sieht mich an. „Stellst du dir jetzt schon Wecker, wann du mich rauswerfen musst? Das ist echt das Letzte.“ Er rollt sich von mir runter und verlässt mein Zimmer, noch bevor ich etwas antworten kann. Mir ist kalt, so kalt wie lange nicht mehr. Aber ich denke nicht einmal im Traum daran, etwas dagegen zu unternehmen. Ich habe es nicht verdient. Eine gefühlte Ewigkeit liege ich so da, bis ich aufstehe und bemerke, dass gerade einmal 8 Minuten vergangen sind. Demotiviert stapfe ich die Treppe runter und will mir gerade eine Tafel Schokolade aus dem Küchenschrank holen, als ich Annas Stimme höre. „Celia!! Lass die Finger von der Schokolade! Wozu hab ich den welche mitgebracht?!“ Ach Anna. Sie schiebt sich an einem sprachlosen Cem und seinem (höchstens 1.60 m großen) Freund vorbei und zieht mich in mein Zimmer. Bei näherem Betrachten fällt mir auch auf, warum Cem so still war: Anna trägt eine knallenge, weiße Jeans und einen bauchfreien, schwarzen Pulli über einem engen, grauen Top. Das sieht… Extrem gut aus. „Was hat er mit dir gemacht?! Du bist zerstrubbelt und total niedergeschlagen. Was. Hat. Er. Gemacht.?“ fragt sie energisch. „Er hat mich geküsst und dann beleidigt.“ gebe ich müde zurück. Ich will nicht mehr. Plötzlich höre ich ein Geräusch an meiner Tür. Es klingt wie ein kratzen. Ich gebe Anna ein Zeichen, weiterzureden, während ich leise zur Tür schleiche. „Dieser Mistkerl! So ein Affe! Wie kann er es wagen, so mit deinen Gefühlen zu spielen?!“ ruft sie energisch. Mit einem Ruck öffne ich die Tür und Cem und sein Miniaturfreund knallen auf den Boden in meinem Zimmer. Anna und ich sehen uns an.

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