Story ohne Namen #31


„Und was machen wir jetzt?“ frage ich Marcel, als die letzte Gruppe vorbeigezogen ist. Cem und Anna sind schon lange weg, aber ich wollte unbedingt, dass Zack mich mit Marcel sieht. Okay, das Kostüm ist schrecklich, aber er ist… Na ja, er sieht Zac Efron sehr ähnlich, nur die Haarfarbe ist anders: Marcel hat hellbraune Haare, bei Zac Efron weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Marcels Haare unglaublich weich sind. Und genau diese stehen im Moment in alle Richtungen ab. „Wir gehen in ein Café und du erzählst mir, was ich verpasst habe. Und lass nichts aus.“ Nichts?! Mist.

Nach einer Weile hat sogar Marcel kapiert, dass ich nicht gerne über das Serum und so spreche. Unsere Unterhaltung ging dann fast nahtlos zu Zack und der ganzen Scheiße mit Nina über. „Ich würde dem Kerl ja wirklich gerne eine Scheuern.“ sagt Marcel gerade säuerlich und reißt mich damit aus meinen Gedanken. Verdammt!! Mein Mund öffnet sich, um meine Widerworte auszusprechen, als mir eine Stimme zuvorkommt. „Dann tu’s doch“ fährt Zack ihn an. „Nein!! Nein!!! Bitte nicht!! Bitte!!“ bettle ich die Beiden an. Aber sie hören nicht. „Draußen. Jetzt. Du und ich.“ Oh Gott. Bitte nicht. Stolpernd renne ich ihnen hinterher, sie wollen in den Wald hinter dem Café. Genauer gesagt auf die Lichtung 300 Meter weiter. Dort bleibt Marcel stehen, dreht sich um und schlägt Zack mitten ins Gesicht. Ich schreie auf. Zack schlägt zurück, und zwar heftig. Marcel taumelt ein paar Schritte zurück. Ein heftiger Schmerz breitet sich in dem Finger aus, in den ich meine Zähne geschlagen habe. Welcher weiß ich nicht, und ich kann auch nicht gucken, weil ich meine Augen fest zugekniffen habe. Schließlich halte ich die Geräusche nicht mehr aus und stelle mich ängstlich zwischen die Beiden. Sie hören sofort auf. „Hört auf. Bitte hört auf!“ flüsterte ich mit tränenerstickter Stimme. Wütend schnaubend dreht Zack sich um und verschwindet. Ich sehe ihm nach, bis er hinter einem Baum verschwindet. Dann wende ich mich langsam Marcel zu, dessen linkes Auge rot umrandet ist und beginnt, anzuschwellen. Aus seiner Nase läuft Blut, und er betastet vorsichtig seine rechte Hand. Ich ziehe ein Taschentuch aus meiner Tasche und tupfe ihm vorsichtig das Blut ab. Dann drücke ich ich ihm die Packung in die Hand, seufze missbilligend und laufe in Richtung Zuhause. Meine Tränen fließen immer noch. Scheiße. Ein dumpfes Pochen geht von meinem linken Zeigefinger aus, auf dem eine blutige, bissförmige Wunde zu sehen ist. Izzy wird ausrasten und denken, das sei ein Vampir gewesen. Bei dem Gedanken muss ich kichern. Ich will nur noch ins Bett. Da. Unser Haus. Endlich. Müde. Schlafen. Bett. Jetzt. Ohne ein Wort stürme ich in mein Zimmer, wische die Mascaralachen von meinen Wangen und krieche endlich ins Bett.
Später an diesem Tag sehe ich aus dem Fenster und denke über den vergangenen Tag nach, während meine Jacke gelangweilt auf meinem Stuhl sitzt.

*Marcel*
Autsch. Das tut weh. Sowohl die Verletzungen, die mir das Arschloch von CeeCees Exfreund beschert hat, als auch die zahlreichen Anrufe, die Celia ignoriert. Seufzend lege ich mein Handy weg und klappe meinen Laptop auf. Nachdenklich tippe ich ‚Das Serum‘ bei Google ein und klicke auf das erste Ergebnis: Wikipedia. Fünf Minuten später rufe ich schockiert CeeCee an und hinterlasse eine Nachricht auf ihrer Mailbox, nachdem sie mich wieder weggedrückt hat.

Für Rechtschreibfehler und Zeitwechsel haftet mein Handy.
LG crazyb00ks

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