Story ohne Namen #28


*Celia*

Cem sieht so süß aus, wenn er lächelt. Ich bin froh, dass er da ist. Nicht einmal Anna kann mich in dieser Situation zum lächeln bringen. Dieser glückliche Moment wird durch das „Määääh“ meines Handys zerstört. Eine Nachricht. Cem lacht, hört jedoch sofort auf, als er sieht, wer geschrieben hat: Zack. Meine Augen füllen sich mit Tränen, während ich eine Antwort tippe. Sie ist lang. Ich hasse es, lange Nachrichten zu schreiben. Als ich fertig bin, zieht Cem mich ungefragt in seine Arme. Ich fange an zu schluchzen und kuschle mich an seine Schulter. Warum bin ich nur so müde? Schlafen. Ich will nur noch schlafen. Meine Augen klappen zu, und ich schmiege mich noch mehr in Cems starke Arme. Sanft gleitet eine Hand durch mein Haar. Ich seufze leise und schlage die Augen auf. Zack steht vor meinem Bett, einen Strauß Rosen in der Hand. Ich liebe Rosen. Sie duften so schön. „Endlich, Ihr seid aufgewacht. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich euretwegen in Sorge war. Bitte tut mir das nie mehr an.“ sagt er leise. „Könnt Ihr laufen?“ Ich versuche es, aber es klappt nicht. Meine Knie knicken um, und ich lande in seinen Armen. Meine Wange wird an sein komisches Gewand gepresst, und sein rechter Arm ist in meiner Kniekehle. Ich trage ein langes, hellblaues Kleid und passende Schuhe. Alles sieht mittelalterlich aus. „Ich mache Schluss mit dir“ sagt Nina zu ihm. „Was?! Das kannst du nicht machen! Nicht nachdem…“ „Doch, ich kann. Es liegt nicht an dir, sondern an mir.“ unterbricht sie ihn und stürmt hinaus. Ich höre eine Tür, die ins Schloss fällt.

Ich schlage die Augen auf. Mein Kopf liegt noch immer auf Cems Schulter, und seine Arme umschlingen mich. Allerdings sieht er seltsam verloren aus. „Was ist los?“ frage ich ihn verschlafen. „Viola… Sie hat mit mir… Schluss gemacht.“ würgt er hervor. Oh. Mitfühlend lege ich meine Hand auf seine. Plötzlich lacht er. „Wir könnten einen Club gründen. ´Die traurigen Seelen`. Das sollten wir patentieren!“ kichert er. Entgeistert starre ich ihn an. Wie kommt er denn auf so eine dumme Idee?! Seufzend stehe ich auf und hole Eis. „Cem? Willst du Schoko-, Vanille-, oder Caramelleis?“ frage ich ihn aus der Küche. „Warum den Eis?“ „Die Stadien des ´Darüberhinwegkommens`: 1. Trauern 2. Eis 3. Schokolade 4. Hass und 5. Rache. Welches jetzt?“ „Vanille“ wie kann er den Vanille essen? Igitt. ich hasse Vanille. Schweigend essen wir unser Eis und gucken einen Film. Im Fernsehen läuft gerade das Ende von ´Titanic`. Schnell schalte ich um. Das kann ich jetzt wirklich nicht gebrauchen.

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