Story ohne Namen #27


*Cem*

Nachdem ich Viola verabschiedet habe, laufe ich wütend ins Wohnzimmer, um Celia zur Rede zu stellen. Sie kann uns doch nicht einfach fesseln, nachdem wir miteinander geschlafen haben!!! Aber als ich die Tür aufschlage, sehe ich sie auf dem Sofa sitzen. Niedergeschlagen sitzt sie da, in einem blauen Shirt und Jogginghose. Ihre Augen sind rot gerändert. Gibt es dafür nicht was zum abdecken? Ach ne, das ist ja für Augenringe. Cencealer oder so. Ich lasse mich neben sie fallen und gucke, was sie macht. Sie chattet mit Anna. „Lia?“ frage ich leise. Sie schaut mich mit ihren braunen Rehaugen an. Ihre Augen sind faszinierend: Um die Pupille ist ein gelber Ring, der nach und nach in das braun ihrer Iris verläuft. Wie kann jemand so einem hübschen Mädchen so etwas antun? Aus irgendeinem Grund werde ich wütend. „Wer und Was?“ frage ich mit kaum verhohlener Wut. „Zack und Nina.“ antwortet sie mir leise. Zack? Das ist doch der Typ, den sie immer so anstrahlt. War sie mit ihm zusammen? Warum hat sie uns nichts davon erzählt? „Darf ich ihn schlagen?“ „Cem bitte. Du bist 16, nicht 11. Benimm dich gefälligst auch so.“ „Also nicht?“ Sie grinst mich an. Ein wenig traurig, ja, aber es ist echt. Ich lächle zurück. Plötzlich gibt ihr Handy ein lautes „Määääääh“ von sich, und das Zeichen einer Whatsappnachricht ploppt auf. Ich muss lachen. Allerdings höre ich sofort auf, als Lia die Nachricht öffnet. Sie ist von Zack. Es war nichts zwischen Nina und mir. Warum stellst du dich so an?! Eine Träne rollt über ihre Wange, als sie im antwortet: Warum ich mich so anstelle?! Willst du mich verarschen?! Du hast sie GEKÜSST, verdammt nochmal. Da ist also nichts zwischen euch?! Tu mir doch den Gefallen und frag sie, ob sie noch Jungfrau ist. Deine neue Freundin ist echt das Letzte. Ach nein warte, sie ist ja gar nicht deine ´neue` Freundin. Arschloch. Als sie zu schluchzen anfängt, nehme ich sie in den Arm und drücke sie fest. Sie ist meine Schwester, verdammt nochmal. Ich lasse nicht zu, dass sie verletzt wird. Lias Schluchzer verebben, und sie schläft in meinen Armen ein. Langsam streiche ich durch ihre weichen Haare. In diesem Moment klingelt es.

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